Österreichischer Wirtschaftsbund: Handelsabkommen sichern Arbeitsplätze in der Region

Fairer Handel braucht faire Spielregeln: Generalsekretär Tritscher begrüßt die Verabschiedung von CETA im heutigen Ministerrat.

Wien (OTS) - Das heute im Ministerrat verabschiedete Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada – CETA – bietet gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vielfältige Chancen. Davon profitieren nicht nur die österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer, sondern auch deren Mitarbeiter. „Rund 750.000 Arbeitsplätze in Österreich sind vom außereuropäischen Export abhängig, 80 Prozent der österreichischen Firmen, die nach Kanada exportieren, sind KMU. CETA wird deshalb langfristig Arbeitsplätze in Österreich sichern und die regionale Wirtschaft stärken“, zeigt Wirtschaftsbund-Generalsekretär René Tritscher die Vorteile von CETA auf. „Ohne Handelsabkommen können die größeren Betriebe nicht exportieren – an ihnen hängen aber die kleinen und mittleren Zulieferbetriebe in den Regionen.“

In den nächsten 10 bis 15 Jahren werden etwa 90 Prozent des Wirtschaftswachstums außerhalb Europas stattfinden. „Damit Österreich, das als kleines Land auf den Export angewiesen ist, daran teilhaben kann, sind Handelsabkommen wie CETA unumgänglich. Fairer Handel funktioniert nur mit fairen Spielregeln. Diese wollen wir aber selbst bestimmen – zum Beispiel im Rahmen von Handelsabkommen. Dabei ist uns als Wirtschaftsbund die Berücksichtigung der Interessen von KMU besonders wichtig“, erklärt Tritscher. So begrüßt der Wirtschaftsbund insbesondere den durch CETA erleichterten Markteintritt für kleine und mittlere Unternehmen: Langwierige Zollverfahren und hohe Zollabgaben fallen künftig weg – sinnlose Bürokratie, für die KMU oftmals keine Kapazitäten haben. Zusätzlich erhalten österreichische Betriebe künftig mehr Möglichkeiten, Angebote für öffentliche Aufträge in Kanada abzugeben.

„CETA ist mit Abstand das fortschrittlichste Handelsabkommen, das die EU jemals abgeschlossen hat“, freut sich der Wirtschaftsbund-Generalsekretär. So werden künftig auch europäische Berufsqualifikationen in Kanada leichter anerkannt. Darüber hinaus wird der Markenschutz österreichischer Produkte verbessert, Nachahmungen von rund 140 österreichischen Produkten dürfen in Kanada dank CETA nicht mehr als „echt“ verkauft werden, davon profitiert die heimische Lebensmittelbranche. Derzeit exportiert Österreich Waren im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro nach Kanada.

„Wir wünschen uns, dass Österreich in Zukunft noch mehr vom außereuropäischen Wirtschaftswachstum profitiert“, schließt Tritscher. Deshalb begrüßt der Wirtschaftsbund eine rasche Ratifizierung von CETA durch das Parlament. 

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