Coface: Fake-News, Protektionismus-Fieber & politischer Umbruch als große Herausforderungen der Weltwirtschaft

Wir müssen uns zwei Fragen stellen: Sind die Infos Fact or Fake? Und: Haben die Fake-News dennoch Relevanz? Wenn wir damit richtig umgehen, werden Fake-News nicht zum Kryptonit für Unternehmen im digitalen Wandel
Michael Tawrowsky
Im vergangen Jahr konnte kein einziges Ereignis die Erholung des globalen Wachstums stoppen
Grzegorz Sielewicz
Ungeachtet des Protektionismus-Fiebers rechnen wir heuer mit diesem positiven Szenario
Grzegorz Sielewicz

Wien (OTS) - Im vergangen Jahr konnte kein einziges Ereignis die Erholung des globalen Wachstums stoppen“, betont Grzegorz Sielewicz, Economist Central & Eastern Europe (CEE) bei seiner Analyse der aktuellen Situation der Weltwirtschaft, die Coface heute, Dienstag, vorgestellt hat. Coface erwartet für 2018 erneut eine Wachstumsrate von 3,2 Prozent. Bei ihrer Analyse wurden drei aktuelle Strömungen und deren mögliche Auswirkung genau beleuchtet: Die Rolle von Fake News, das Protektionismus-Fieber und der politische Umbruch in den CEE-Ländern.  

Der globale Handel wuchs 2016 um 1,5 Prozent. 2017 hat er sich nahezu verdreifacht und lag bei 4,4 Prozent. Für das Jahr 2018 erwarten die Experten ein weiteres Wachstum von 3,7 Prozent. „Ungeachtet des Protektionismus-Fiebers rechnen wir heuer mit diesem positiven Szenario“, betont der Ökonom Grzegorz Sielewicz, „wenngleich die angekündigten Strafzölle und der drohende Handelskrieg den Optimismus etwas bremsen.“

Die Coface-Experten erwarten aber nicht, dass sich die bereits eingeführten Zölle auf den Import von Produkten aus China kurzfristig auf die Wirtschaft oder den Welthandel auswirken werden. Langfristig könnte ein offener Handelskrieg zwischen den USA und China allerdings etliche Branchen gefährden, zum Beispiel die Informations- und Kommunikationstechnologie.  

Politischer Wandel mit wenig Einfluss

„Obwohl viele Länder in Zentral- und Osteuropa eine Phase des politischen Wandels durchleben, wächst die Wirtschaft in den CEE-Ländern stark“, unterstreicht der Zentral- und Osteuropa-Experte Sielewicz. Alles in allem hat sich das Risiko in CEE in den vergangenen Jahren reduziert, auch aufgrund des stabilen ökonomischen Aufschwungs. Die sozioökonomischen Indikatoren für das Ausmaß gesellschaftlicher Unzufriedenheit haben sich verbessert. Das BIP pro Kopf ist gestiegen und nähert sich dem Durchschnitt westeuropäischer Länder weiter an. Die Arbeitslosigkeit ging zurück und die Inflation ist moderat. So hat sich die Wirtschaftsaktivität in der Region 2017 weiter beschleunigt und mit einem Wachstum von 4,5 Prozent auf den höchsten Stand seit acht Jahren geschraubt. „Das Wirtschaftswachstum dürfte 2018 mit 3,9 Prozent solide bleiben, denn es wird von einer starken Konsumnachfrage, anziehenden Investitionen und von der EU-mitfinanzierten Projekten getragen“, unterstreicht Sielewicz. Dennoch dürfe die Entwicklung des politischen Risikos nicht außer Acht gelassen werden, mahnt der Ökonom. „Steigt es weiter an und gefährdet es die Interessen ausländischer Unternehmen direkt, könnte es deren Engagements und die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt bremsen.“

Die neue Gretchenfrage: Fact or Fake?

„Die Unterscheidung zwischen Fact oder Fake News ist zur neuen Gretchenfrage geworden“, betont Michael Tawrowsky, Country Manager Coface Austria. „Falsche Informationen können fatal sein, wenn sie als Grundlage für Entscheidungen herangezogen werden“, unterstreicht Tawrowsky und bezeichnet Fake News als eine der neuen großen Herausforderungen der Wirtschaft. Es gelte dabei nicht nur Fake News von den Fakten zu unterscheiden, denn Falschnachrichten können ebenso gut Auswirkungen auf den Ruf, das Image oder die Bonität eines Unternehmens haben. „Wir müssen Fake News aus vielen Dimensionen betrachten“, betont der österreichische Country Manager. Umso wichtiger seien verlässliche Quellen und professionelle Analysen, die die Informationen auf ihre Werthaltigkeit prüfen. „Wir müssen uns zwei Fragen stellen: Sind die Infos Fact or Fake? Und: Haben die Fake-News dennoch Relevanz? Wenn wir damit richtig umgehen, werden Fake-News nicht zum Kryptonit für Unternehmen im digitalen Wandel.“

Coface: for trade – Gemeinsam Geschäfte entwickeln  

Mit 70 Jahren Erfahrung und dem dichtesten internationalen Netzwerk ist Coface ein bedeutender Kreditversicherer, Partner im Risikomanagement von Unternehmen und in der globalen Wirtschaft. Mit dem Anspruch, der agilste Kreditversicherer weltweit zu werden, unterstützt Coface 50.000 Kunden dabei, Geschäfte aufzubauen und dynamisch zu entwickeln. Die Produkte und Dienstleistungen schützen Unternehmen im nationalen und internationalen Business und helfen ihnen, Kreditentscheidungen zu treffen. 2017 hatte Coface rund 4.100 Mitarbeiter in 100 Ländern und erzielte einen Umsatz von 1,4 Mrd. Euro.

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