"Can we fly this on Mars?" - Mars-Helikopter nimmt an Mars-Mission teil

Mars-Helikopter fliegt mit kamerabasierter Navigation

Das ist in der Tat ein historisches Ereignis und es freut mich außerordentlich, dass meine Arbeit und Ideen damals in meiner Dissertation zu diesem Schritt in der Erkundung des Mars beitragen konnten.
Stephan Weiss

Klagenfurt (OTS) - Als der JPL-NASA-Mitarbeiter Stephan Weiss 2013 seine Drohnen-Navigationstechnologie bei einer Flugdemonstration gegenüber dem damaligen JPL-Leiter Charles Elachi vorführte, fragte ihn dieser: „Can we fly this on Mars?“ Das war der Startpunkt für eine erfolgreiche Entwicklungsgeschichte, die nun darin gipfeln wird, dass eine adaptierte Version von der vom nunmehrigen Professor an der Alpen-Adria-Universität entwickelten Drohnenflugtechnik bei der Mars-Mission 2020 zum Einsatz kommen wird.

Wie die NASA in einer Pressemitteilung Ende letzter Woche mitteilte, wird der so genannte Mars-Helikopter, eine kleine Drohne, die kamerabasiert, also ohne GPS-Signal navigieren kann, bei der Mars-Mission im Juli 2020 an Bord sein. Mit diesem kleinen Flieger will man Gegenden erkunden, die für den Mars-Rover nicht zu erreichen sind und so einzigartige Bilder und Daten vom Mars zur Verfügung stellen.

John Cluberson, U.S. Rep. of Texas, stellt dazu einen historischen Vergleich an: „Es passt zum Lauf der Geschichte, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die erste Nation sind, die ein Fluggerät, das schwerer als Luft ist, auf einem anderen Planeten zum Fliegen bringen.“

An der Entstehung dieses Mars-Helikopter-Projekts  hat Stephan Weiss (Institut für Intelligente Systemtechnologien) entscheidenden Anteil. Er hat für seine Dissertation an der ETH Zürich den Algorithmus entwickelt, der die Navigation mittels Kamera, also ohne GPS-Signal, ermöglicht. Die Technologie wurde in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und wird nun bei der Mars-Mission zum Einsatz kommen. Stephan Weiss dazu: „Das ist in der Tat ein historisches Ereignis und es freut mich außerordentlich, dass meine Arbeit und Ideen damals in meiner Dissertation zu diesem Schritt in der Erkundung des Mars beitragen konnten.“

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