Familienberatung – Bogner-Strauß bestätigt Personal-Kürzungen von 1 Mio. Euro

SPÖ kritisiert Kürzungen „zulasten der Familien, die Beratung und Hilfe brauchen“ – 18.000 Paare und Familien betroffen

Wien (OTS/SK) - Was von Seiten der SPÖ schon im Zusammenhang mit dem Budget thematisiert wurde, ist jetzt fix: ÖVP und FPÖ kürzen 1 Mio. Euro bei den Familienberatungsstellen. Ministerin Bogner-Strauß bestätigte im gestrigen Familienausschuss, dass dieser Betrag beim Personal der Beratungsstellen eingespart wird. SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek sowie Mario Lindner, Sprecher für Gleichbehandlung und Diversität, und SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Eva Maria Holzleitner kritisieren das massiv: „Diese Kürzungspolitik geht zu Lasten der Familien, die Beratung und Hilfe brauchen. ÖVP und FPÖ reden davon, dass ‚im System‘ gespart wird. Das Gegenteil ist wahr: ÖVP und FPÖ kürzen bei Familien, die besonders Unterstützung brauchen – sei es in Erziehungsfragen, bei Trennungen oder anderen akuten Krisen.“ ****

Die fast 400 Familienberatungsstellen bieten eine breite Palette an Unterstützung an: das reicht von der Paar- und Sexualberatung über Familienplanung, Beratung im Scheidungsfall, Fragen der Erziehung, des Umgangs mit Schulproblemen bis zu Themen wie Gewalt in der Familie und Missbrauch. „Die Familienberatungsstellen bieten niederschwellig, rasch und unbürokratisch Unterstützung und helfen anonym und kostenlos. Außerdem leisten sie wichtige Präventionsarbeit“, so Heinisch-Hosek. Laut Dachverband der Familienberatungsstellen sind rund 18.000 Paare davon betroffen, die durch die Budgetstreichungen nicht mehr betreut werden können. „Anstatt zu kürzen, sollten wir die psychosoziale Versorgung der Bevölkerung ausbauen“, fordert Heinisch-Hosek.

Mario Lindner kritisiert: „In Sonntagsreden wird von der ÖVP gerne die Familie beschworen – wenn es um tatsächliche Hilfe für Familien geht, wird gekürzt.“ Und SPÖ-Jugendsprecherin Eva Maria Holzleitner ergänzt: „Die fast 400 Beratungsstellen in ganz Österreich leisten immens wichtige Arbeit. Mit den Kürzungen von fast zehn Prozent des Budgets verschlechtere sich dieses Angebot. Das bedeutet auch extreme Unsicherheit für die Beratungsstellen, die nicht wissen, in welchem Ausmaß sie ihr Angebot aufrechterhalten können. Und es kostet Arbeitsplätze.“ (Schluss) sc/ah/mp

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