NEOS Wien/Emmerling ad StRH-Bericht: Umweltrisiken bei Projekt Neu Leopoldau nicht ausreichend analysiert

Bettina Emmerling: „Risikoabwägung vor Flächenwidmungsplan – das wäre die Devise“

Wien (OTS) - „Die Stadt Wien hat beim Wohnbauprojekt Neu Leopoldau weder die Umweltrisiken ausreichend analysiert, noch Maßnahmen getroffen, um diese langfristig zu minimieren. Die Umweltrisiken wurden von der Entwicklungsgesellschaft als nicht relevant eingestuft, weil sie nur den Grundeigentümer, die Wiener Netze, beträfen – diese sind aber die Muttergesellschaft der Entwicklungsgesellschaft. Man hat hier einfach ein Projekt gestartet ohne die Risiken vollständig kennen zu wollen. Das ist unverantwortlich zukünftigen Mieterinnen und Mietern gegenüber und hat nichts mit professionellem Projektmanagement zu tun“, erklärt NEOS Wien Umweltsprecherin Bettina Emmerling in Reaktion auf den heute veröffentlichten Stadtrechnungshofbericht.  

Am Areal des Projekts Neu Leopoldau liegt eine der größten Altlasten Wiens mit zahlreichen giftigen Stoffen im Untergrund. Diese ist zwar durch eine doppelte Dichtwand vor Austrag gesichert, zum Zeitpunkt der Flächenwidmung gab es allerdings keinen Plan, wie man mit den Auswirkungen der Altlast auf dem Gelände selbst umgehen wird. „So ist durch den Bebauungsplan beispielsweise festgelegt worden, dass Oberflächenwasser nicht in den Kanal geleitet werden dürfen, sondern Versickerungsanlagen gebaut werden müssen. Nun stellte sich aber heraus, dass diese Versickerungsanlagen möglicherweise Auswirkungen auf die Altlast haben. Eine Risikoanalyse vor der Einreichung des Flächenwidmungsplans hätte diese Erkenntnis rechtzeitig gebracht. Von zukunftsorientierter und langfristiger Planung kann hier also keine Rede sein“, schließt Emmerling.

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