Spielzeit 2018/2019 am Landestheater Niederösterreich

Eröffnung mit „Der gute Mensch von Sezuan“ am 15. September

St. Pölten (OTS/NLK) - Mit einem Rückblick auf die aktuelle Saison, die mit rund 40.800 Besuchern die Höchstzahl seit Gründung des Landestheaters, einen weiteren Rekord von 205 Vorstellungen sowie eine konstant gute Auslastung von rund 88 Prozent gebracht habe, eröffnete Marie Rötzer am heutigen Dienstag im Landestheater Niederösterreich in St. Pölten die Spielplanvorschau auf die Saison 2018/2019.

„In den beiden ersten Saisonen ist es sowohl bei Publikum als auch Presse gelungen, weit über die Grenzen hinaus den Ruf als lebendiges, vielseitiges und künstlerisch anspruchsvolles Haus zu festigen“, betonte die künstlerische Leiterin und kündigte an, dass auch in ihrer mittlerweile dritten Saison das Motto nach wie vor „Die Welt ist groß“ lauten werde. Quer durch die Jahrhunderte will Rötzer dabei Autoren von Sophokles über Bertolt Brecht bis Elfriede Jelinek mit ihrem Wertekompass, ihren Visionen und Utopien auf der Suche nach dem Guten im Menschen zu Wort kommen lassen.

Eröffnet wird dementsprechend am 15. September mit der Parabel „Der gute Mensch von Sezuan“, einem der meistgespielten Brecht-Stücke, 75 Jahre nach der Uraufführung (Regie: Peter Wittenberg). Darauf folgt ab 28. September im Haupthaus „Um die Wette“ von Eugène Labiche, eine Komödie um Statusdenken und Wohlstandswettrüsten, in der Regie von Philipp Moschitz. Ab 1. Dezember gibt es die Praterlegende „Liliom“ von Franz Molnar in einer Inszenierung von Sandy Lopičić und mit Musik der Strottern. Die Uraufführung „Quasi Jedermann – Helmut Qualtinger, der Menschenimitator“ mit Texten von Helmut Qualtinger und Musik der Pop-Band Wiener Blond markiert am 26. Jänner 2019 den Start eines Österreich-Schwerpunktes (Regie: Christina Tscharyiski). Für 16. März 2019 und als einen der Höhepunkte der Spielzeit kündigte Marie Rötzer die österreichische Erstaufführung des letzten aktuellen Elfriede-Jelinek-Stückes „Am Königsweg“ an, die auf Wunsch der Autorin und des Regisseurs Nikolaus Habjahn am Landestheater stattfindet. Danach geht es ab 4. Mai 2019 mit „Ödipus“ und „Antigone“ von Sophokles wieder zurück zu den Ursprüngen des Theaters (Regie: Alia Luque). Zum Abschluss der Spielzeit wird es am 7. Juni 2019 in Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich wieder ein „Stücke-Fest“ geben.

Erste Produktion in der Theaterwerkstatt wird am 8. März 2019 die Uraufführung der Romanadaption „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“ von Paulus Hochgatterer sein; für die Inszenierung der in einem niederösterreichischen Dorf während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges angesiedelten Geschichte sorgt der gebürtige St. Pöltner Moritz Beichl. Ab 27. April wartet eine neu geschriebene „Frankenstein“-Komödie von Dominic Oley nach Mary Shelley (Regie der Uraufführung: Dominic Oley). Zum ersten Mal im Haupthaus über die Bühne gehen wird nächstes Jahr das „Bürgertheater“, das sich diesmal der Film-Dramatisierung „Kinder des Olymp“ van Jacques Prévert widmet (österreichische Erstaufführung am 18. Mai 2019; Regie: Nehle Dick). Als Reverenz an die Kulturhauptstadt-Bewerbung geht zudem ab 24. Mai 2019 das partizipative Projekt „Hausbesuch Europa“ von Rimini Protokoll über die Bühne.

Speziell an Kinder und Jugendliche wenden sich „Leon Pirat“ nach zwei Bilderbüchern von Christine Nöstlinger (Premiere: 21. September; Regie: Julia Burger; ab vier Jahren), das „Klassenzimmertheater“ „Name: Sophie Scholl“ von Rike Reiniger (Regie: Jana Vetten; ab 25. Oktober in der Theaterwerkstatt und anschließend auf Schul-Tournee), „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll als Familienstück ab sechs Jahren (Premiere: 9. November; Regie: Simon Windisch) sowie als Gastspiel in der Bühne im Hof die Roman-Dramatisierung „Die Sprache des Wassers“ von Sarah Crossan (Premiere: 19. Jänner 2019; Regie:
Sara Ostertag; ab 12 Jahren).

Dazu kommen fünf Gastspiele: Franz Kafkas Roman „Amerika“ als Solostück von Philipp Hochmair am 13. Oktober, „Der kaukasische Kreidekreis“ von Bertolt Brecht mit Stefanie Reinsperger u. a. vom Berliner Ensemble (ab 13. Februar 2019; Regie: Michael Thalheimer), die Österreich-Premiere von Nikolaus Habjahns Inszenierung von Pierre Carlet de Marivauxs „Der Streit“ am Residenztheater München (ab 4. April 2019), „Der Zauberer von Oz“ von Clemens Handler und Gernot Kogler vom Theater mit Horizont (ab 24. Mai 2019; Regie: Clemens Handler) sowie als Österreich-Premiere ab 14. Juni 2019 „Michael Kohlhaas“ von Heinrich Kleist in einer Inszenierung von Antú Romero Nunes am Thalia Theater Hamburg.

Komplettiert wird die Spielzeit 2018/2019 durch eine Lesung von Duetten aus verschiedenen Stücken Arthur Schnitzlers durch das Schauspielerpaar Maria Köstlinger und Juergen Maurer am 30. Oktober, eine Lesung von Mavie Hörbiger und ihrer Großtante Elisabeth Ort aus Heimito von Doderers „Die Strudelhofstiege“ am 18. Jänner 2019, noch nicht terminisierte Lesungen von Bettina Kerl aus Robert Musils „Der Mann ohne Eigenschaften“ an mehreren Abenden, den „Blätterwirbel“, der von Karin Bergmann eröffnet und u. a. ein Josef-Winkler-Porträt am 5. Oktober und ein Ilija-Trojanow-Porträt am 9. Oktober umfassen wird, Adventlesungen mit Texten von Astrid Lindgren u. a. ab 1. Dezember sowie den beiden Wiederaufnahmen von Johann Nestroys „Der Zerrissene“ in der Regie von Sabine Derflinger (ab 10. Oktober) bzw. „Times Are Changing“ über das Leben und die Musik von Bob Dylan (ab 28. November; Regie: Holle Münster).

Nähere Informationen, die Spielzeitbroschüre und Karten beim Landestheater Niederösterreich unter 02742/90 80 80-600, e-mail karten@landestheater.net und www.landestheater.net.

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