NEOS Wien: Stadtrechnungshof deckt weiteres Missmanagement bei KAV auf

NEOS Wien Klubchefin Beate Meinl-Reisinger: „Im aktuellen RH-Bericht findet sich ein Paradebeispiel für das völlige Versagen jeglicher Kostenkontrolle beim KAV.“

Wien (OTS) - Ein aktueller Stadtrechnungshofbericht legt einen weiteren verheerenden Fall von Missmanagement und fehlender Kostenkontrolle offen: Ziel des Beratungsprojekts „SOUND“ war es, Sachkosten in der Höhe von 150 Mio. Euro einzusparen, bei Kosten von 11,9 Mio. Euro. „Die Kosten-Nutzen-Relation dieses Sachkostendämpfungsprojekts ist katastrophal: Letztendlich betrugen die Beraterkosten fast 30 Mio. Euro, während sich die Einsparungen auf lediglich 29 Mio. Euro belaufen. Es ist unfassbar, wie unprofessionell hier mit hohen externen Beraterkosten umgegangen wurde. Gleichzeitig ist es ein Paradebeispiel für das extreme Missmanagement, das im KAV vorherrscht“, erklärt NEOS Wien Klubchefin Beate Meinl-Reisinger.

„Wegen genau solcher Projekte sind wir der Meinung, dass sich die Untersuchungskommission nicht nur mit dem KH-Nord sondern mit dem gesamten KAV beschäftigen sollte. Wie soll ein Unternehmen einen Krankenhausbau managen, das nicht einmal in der Lage ist, solche Projekte über die Bühne zu bringen? Kontrollorgane und Vorstand haben hier komplett versagt, jegliche Kostenkontrolle fehlt offenbar. Denn dass es zu diesem horrenden Missverhältnis von Kosten und Einsparung kommen konnte, ist umso beachtlicher, als die KAV-Leitung bereits 2014 auf die Kostenüberschreitung hingewiesen wurde.“

NEOS Wien Gesundheitssprecher Stefan Gara ergänzt: „Schon die Ausgangsdaten für die Berechnung der Einsparungen waren falsch, was unseren Eindruck bestätigt, dass im KAV mit fehlerhaften und unvollständigen Daten gearbeitet wird. Auch die Mitarbeiter wurden laufend mit falschen Informationen über die angeblichen Einsparungen gefüttert. Das offenbart nicht nur das Versagen des Managements, sondern beweist auch, wie dringend der KAV ein funktionierendes Aufsichtsgremium und eine unabhängige interne Revision braucht.“

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