ÖVP-Mandl will weltweiten Bann von Tierversuch-Kosmetika

Europäisches Parlament sieht Gesetzeslücken bei bisheriger EU-Kosmetikverordnung - Europa hat innovative Kosmetikbranche mit rund zwei Mio. Arbeitsplätzen

Brüssel (OTS) - "Niemand möchte, dass sein Shampoo oder seine Gesichtscreme an Tieren getestet wurde. Wir wollen einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Tier. Deshalb fordert das Europäische Parlament heute ein weltweites Verbot von Kosmetika, die an Tieren getestet wurden", so der Europaabgeordnete Lukas Mandl heute in Brüssel. ****

 In einer Resolution fordern die EU-Volksvertreter, dass "auf internationaler Ebene ein Verbot von Tierversuchen mit kosmetischen Mitteln und ein Verbot des internationalen Handels" mit solchen Produkten durchgesetzt werden solle. Die EU und die EU-Mitgliedstaaten sollen sich bei den Vereinten Nationen dafür einsetzen. "In 80 Prozent aller Länder weltweit sind Tierversuche und der Handel mit Produkten aus Tierversuchen immer noch völlig legal", bedauert Mandl.

 Gleichzeitig weist das Parlament auf "Gesetzeslücken" hin, aufgrund derer es immer noch möglich sei, Tierversuch-Kosmetika in der EU zu verkaufen. Weil die bisher geltende Regelung den Verkauf von Kosmetika erlaube, die mit "Alternativen zu Tierversuchen" getestet wurden, sei es möglich, Kosmetika zu vermarkten, die zwar außerhalb der EU an Tieren getestet worden seien, danach aber in der EU einfach erneut mit alternativen Testmethoden geprüft wurden, kritisiert die Parlamentsresolution.

 "Leider kann man beim Einkaufen von Kosmetika immer noch nicht sicher sein, dass kein Tier leiden musste. Deshalb ist es wichtig, Forschung zur Entwicklung alternativer Testmethoden weltweit zu finanzieren und die Bewusstseinsbildung bei Konsumenten, Firmen und Forschung voranzutreiben", sagt Mandl.

 Immerhin, so der Europaabgeordnete, sei in Europa so auch ein Markt für alternative Kosmetika entstanden, was auch zusätzliche Arbeitsplätze zur Folge hatte. "Dadurch haben europäische Betriebe heute schon gewaltiges Know-How gesammelt und würden, wenn diese Standards sich weltweit durchsetzen, mit leuchtendem Beispiel vorangehen", so Mandl.

 Insgesamt existieren in der EU rund zwei Millionen Arbeitsplätze in der Kosmetikbranche. "Das EU-Verbot von Tierversuchen hat also die Entwicklung der Branche nicht gefährdet, sondern zu einer qualitativen Entwicklung beigetragen", erläutert der ÖVP-Politiker.

 Bereits 2004 wurden in der EU Tierversuche für Kosmetikprodukte verboten. Seit 2009 ist auch der Verkauf von Kosmetikprodukten verboten, die an Tieren getestet wurden.

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