4,5 Millionen für neue Kino- und TV-Projekte

Förderzusagen des Filmfonds Wien zur 1. und 2. Jurysitzung 2018 und zum 1. TV-Antragstermin 2018

Wien (OTS) - Einen fiktionalen Schwerpunkt setzten die ersten beiden Förderrunden des Filmfonds Wien: Ein Dokumentarfilm- und acht Spielfilmprojekte erhielten Herstellungsunterstützung. Dabei reicht die Bandbreite von Komödie über Drama bis hin zu Familien- und Animationsfilm.

Bei den ersten zwei Sitzungen im Jahr 2018 erteilte die Jury, bestehend aus Roshanak Behesht Nedjad, Peter Jäger, Katharina Dufner, Anita Wasser und Gerlinde Seitner insgesamt elf Projekten Zusagen – Mittel in Höhe von 2,61 Millionen Euro wurden vergeben. Eingereicht waren 28 Projekte mit einer Antragssumme von etwa 6,21 Millionen Euro.

Zum ersten TV-Antragstermin 2018 wurden 24 Fernsehprojekte mit der Gesamtantragssumme von 2,19 Millionen Euro eingereicht, 19 Projekte erhielten Zusagen vom Filmfonds Wien in Höhe von 1,91 Millionen Euro.

Neun Projekte erhalten Herstellungsförderung in Gesamthöhe von 2.557.000 Euro.

Arm aber sexy: Thomas Stipsits gibt in der Komödie LOVE MACHINE den plötzlich verarmten Georgy. In seiner Not entdeckt der attraktive Musiker eine lukrative Marktlücke: Er stellt sich und seinen Körper der Damenwelt entgeltlich zur Verfügung. Die Komödie wird von Regisseur Andreas Schmied ("Die Werkstürmer") nach dem Drehbuch von Silvia Ambrosch-Wohlmuth inszeniert. Die Produktion der Allegro Film geht im Sommer in die Drehphase.

Autor und Regisseur Stefan Ruzowitzky wird NARZISS UND GOLDMUND von Hermann Hesse verfilmen. Erzählt wird die Geschichte zweier Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine scharfsinnig und in selbst gewählter Strenge lebend, der andere sinnlich, offen und der Welt zugewandt. Eine Polarität, die zur Trennung der beiden führt. Die deutsch-österreichische Koproduktion wird mit minoritärer Beteiligung der Wiener Lotus-Film umgesetzt.

Um mit ihrem gescheiterten Kinderwunsch abzuschließen, fahren Alice und Niklas auf Urlaub nach Elba. Genau dort allerdings treten alle verdrängten Konflikte zu Tage. DER LAUF DER DINGE ist die erste Langfilmregie von Cutterin Ulrike Kofler. Das Drehbuch hat Kofler gemeinsam mit Sandra Bohle nach einer Erzählung von Peter Stamm erarbeitet. Lavinia Wilson und Florian Teichtmeister werden die Hauptrollen in der Produktion von Novotny & Novotny übernehmen.

Regisseur Sven Unterwaldt ("Hilfe, ich hab meine Lehrerin geschrumpft") wird die Romanserie VIER ZAUBERHAFTE SCHWESTERN von Sheridan Winn verfilmen. Als an ihrem neunten Geburtstag die vierte und jüngste der zauberhaften Schwestern ihre magischen Fähigkeiten entdeckt, versucht die Zauberin Glenda Streit zwischen den Mädchen zu säen und ihnen ihr Heim zu nehmen. Beinahe zu spät merken die Schwestern, dass sie mehr als jemals zuvor zusammenhalten müssen. Das Drehbuch der minoritären Koproduktion der Dor Film mit Deutschland und Italien stammt von Hortense Ullrich und Gerrit Hermanns.

Der Dokumentarfilm ROBO LOVE beschäftigt sich mit dem uralten Traum des Menschen vom perfekten, dienenden Wesen. Die Produktion der Nikolaus Geyrhalter Film gibt Einblicke in die Welt der menschenähnlichen Roboter, ihrer Macher und den Stand der Forschung. Dabei verhandelt Autorin und Regisseurin Maria Arlamovsky die Frage nach dem Wert des Menschen und was es heißt, wirklich menschlich zu sein.

Der neue Film von Autorin und Regisseurin Jasmila Zbanic ("Grbavica") spielt 1995 während dem Massaker von Srebrenica. Während diesem schwersten Kriegsverbrechen in Europa seit Ende des Zweiten Weltkrieges wurden 8.000 Männer und männliche Jugendliche ermordet. 11th JULY folgt dem jungen Dolmetscher Edo, der für die UN arbeitet und dessen männlichen Familienmitglieder ebenfalls hingerichtet werden sollen. Edo hofft jedoch, die Familie durch seine Funktion bei der UN retten zu können. Die europäische Koproduktion zwischen Bosnien-Herzegowina, Deutschland, Frankreich und Österreich wird mit minoritärer Beteiligung der Coop99 verwirklicht.

Der Episodenfilm IN LIMBO nähert sich über die verschiedenen Perspektiven seiner vier ProtagonistInnen der sogenannten Flüchtlingskrise. Das Drehbuch stammt von den Wienern David Clay Diaz und Senad Halilbasic. Diaz, dessen Vorgängerfilm "Agonie" auf der Berlinale als Bester Erstlingsfilm nominiert war, wird auch die Regie übernehmen. Die Dreharbeiten für die Produktion der Coop99 sind für den Sommer geplant.

In seinem dritten Film als Autor und Regisseur erzählt Karl Markovics eine Geschichte aus dem Wien von heute. Um seinen toten Hund zu begraben, engagiert der Pensionist Senft den jungen afghanischen Flüchtling Adib. Zaghaft kommen die beiden ins Gespräch. Als es jedoch ans Bezahlen geht und die Situation zu eskalieren droht, beginnt die herausfordernde Odyssee der zwei Protagonisten erst. Die Hauptrollen in NOBADI haben Heinz Trixner und Borhan Hassan Zadeh übernommen. Die Produktion der epo-Film wird derzeit in Wien gedreht.

Ali Samadi Ahadi ("Die Mamba", "Pettersson und Findus") wird den Kinderbuch-Klassiker PETERCHENS MONDFAHRT neu verfilmen. Die abenteuerliche Geschichte des unerschrockenen Peter, der seiner verschwundenen kleinen Schwester Anneliese bis zum Mond folgt, wird als Animationsfilm umgesetzt. Die Gemeinschaftsproduktion der Wiener Coop99 mit der Hamburger Brave New Work und der Kölner Little Dream Entertainment soll 2020 fertiggestellt werden.

Sechs fiktionale und 13 dokumentarische TV-Projekte erhalten Förderung in Höhe von 1.911.800 Euro.

Unter den geförderten Fernsehprojekten befindet sich der Thriller WIENER BLUT, den Regisseurin Barbara Eder nach einem Drehbuch von Martin Ambrosch umsetzt. In der Produktion der Satel Film wird Fida Emam zu einem vermeintlichen Suizid eines Beamten der Finanzmarktaufsicht gerufen. Die Umstände lassen die junge Staatsanwältin mit ägyptischen Wurzeln jedoch an einem Selbstmord zweifeln und ihre Nachforschungen führen sie in ein Dickicht aus Betrug und Mord.

Martina Gedeck wird die Hauptrolle in dem Drama HERZJAGEN von Autorin und Regisseurin Elisabeth Scharang spielen. Gedeck gibt eine Frau, deren perfektes Leben nur einen Makel hat: ihr chronisch krankes Herz. Nachdem auch dieser mithilfe einer riskanten Operation behoben wurde, will der Protagonistin dennoch nicht der Abschied von ihrem gewohnten Leben ohne jede Aufregung und Verantwortung gelingen. Die Produktion der Lotus-Film basiert auf Julya Rabinowichs Roman "Herznovelle".

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