Internationaler Tag gegen Lärm - AUVA will aufmerksam machen

Experten der AUVA unterstützen Betriebe bei der Prävention

Wien (OTS) - Lärm ist heute allgegenwärtig. Mit dem internationalen Tag gegen Lärm am 25. April 2018 soll auf die von vielen unterschätzte Gefahr des Lärms aufmerksam gemacht werden. Unsere Ohren fangen 24 Stunden am Tag Geräusche auf und müssen diese dann auch verarbeiten – ohne Pause. Die Lärmbelastung am Arbeitsplatz ist dabei besonders intensiv.

Für die AUVA ist die Vermeidung von Lärm am Arbeitsplatz ein zentrales Anliegen. Lärm kommt dabei in vielen Bereichen vor, besonders aber dort, wo mit Maschinen gearbeitet wird. Die AUVA unterstützt kostenlos österreichweit Unternehmen dabei, die optimalen und individuell verschiedenen Maßnahmen zum Lärmschutz für alle betroffenen Mitarbeiter zu finden. Das umfassende Know-how der AUVA in Sachen Prävention hilft so den Betrieben, ihre Belegschaft bestmöglich zu schützen und die Entstehung von Schwerhörigkeit zu verhindern.

Häufige Berufskrankheit: Lärmschwerhörigkeit

Lärmschwerhörigkeit ist in Österreich mit Abstand die häufigste Berufskrankheit – 2017 wurden von der AUVA 642 Fälle anerkannt. Ein Großteil der berufsbedingten Lärmschwerhörigkeit könnte dabei allerdings durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden. Oft fehlt dafür leider das Problembewusstsein.

Nicht der einmalige laute Knall führt in den meisten Fällen zur Schwerhörigkeit, sondern die Dauerlärmbelastung. Hier zeigt die Erfahrung in der Präventionsarbeit der AUVA, dass insbesondere junge Arbeitnehmer bei dauerhaftem Lärm gefährdet sind und das Gehör auch rascher Schäden erleidet.

Lärm als unterschätzte Gefahr

Die Gefahr des Lärms wird noch immer häufig unterschätzt. Neben der bekannten gehörschädigenden Wirkung kann Lärm auch unser Herz-Kreislaufsystem und unsere Psyche negativ beeinflussen. Als Folge dauerhafter Lärmbelastung können sogar Schlafstörungen oder Bluthochdruck auftreten.

Eine akute Gefährdung unseres Gehörs liegt grundsätzlich ab 85 dB vor. Bei Einwirkung über einen längeren Zeitraum ist in diesem Fall von einer späteren Schwerhörigkeit auszugehen. Diese ist unheilbar, da die abgestorbenen Hörzellen sich nicht erneuern.

Schwerhörigkeit vermeiden
Um Schwerhörigkeit zu vermeiden, können verschiedene Maßnahmen gesetzt werden: Der beste Schutz vor schädlichem Lärm ist, ihm aus dem Weg zu gehen oder ihn einzudämmen. Sowohl im Berufs- als auch im Privatleben ist es daher ratsam, sich keinen unnötig lauten Schallquellen wie z.B. Maschinen oder sehr lauter Musik auszusetzen.

Kostenlose Betreuung durch Experten der AUVA

Arbeitgeber müssen am Arbeitsplatz sicherstellen, dass die Gesundheit von Arbeitnehmern nicht geschädigt wird. Lärmmessungen, audiometrische Untersuchungen und Beratungen zu technischen oder organisatorischen Lösungen zur Lärmminderung können dabei zum Schutz der Arbeitnehmer eingesetzt werden.

Die Experten der AUVA betreuen versicherte Betriebe zum Thema Lärm am Arbeitsplatz umfassend und kostenlos. 2017 hat die AUVA die Lärmbelastung an 18.809 Arbeitsplätzen gemessen, und über 6.593 lärmexponierte Arbeitnehmer aus 871 Betrieben wurden zusätzlich audiometrisch untersucht.

Die Fachleute der AUVA helfen weiters dabei, konkrete Lärmminderungsmaßnahmen für jede betriebliche Problemstellung zu erarbeiten. Dabei werden z.B. vertiefte Messungen im Nahbereich der Schallquellen zur Ermittlung der maßgeblichen Geräuschursachen und gegebenenfalls auch Frequenzanalysen und Analysen des Pegelverlaufes durchgeführt. In komplexen Fällen kann auch eine akustische Kamera zur Detektion relevanter Lärmquellen herangezogen werden. Darüber hinaus werden auch Messungen zur Verbesserung der raumakustischen Verhältnisse in Betrieben sowie in Schulen und Kindergärten angeboten.

AUVA-Lärmtelefon

Das AUVA-Lärmtelefon steht bei Fragen zur Lärmbelastung am Arbeitsplatz oder in Ausbildungsstätten gerne unter der Nummer +43 5 93 93-21733 während der Bürozeiten für Sie zur Verfügung. Auch persönliche Beratungen im Betrieb können unter hub@auva.at vereinbart werden.

Veranstaltungshinweis:

LÄRM.HÖR.AUF

Das Institut für Schallforschung lädt in Kooperation mit der AUVA, dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, dem Umweltbundesamt, der TU Wien, der Universität Wien und Med-EL zu einem Aktionstag für die gesamte Familie, unter dem Motto „LÄRM.HÖR.AUF“. Die Besucher können an zahlreichen kostenlosen Stationen mitmachen, mithören, erfahren, verstehen und staunen. Auch kostenfreie Hörtests werden von den Experten der AUVA durchgeführt.

Wann: Mi, 25. April 2018 von 09:30 bis 17:30 Uhr
Wo: Institut für Schallforschung, Wohllebengasse 12–14, 1040 Wien
Eintritt frei!

https://www.kfs.oeaw.ac.at/tgl18

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 320.000 Unternehmen und über 5 Millionen Personen gesetzlich gegen die wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben fast zur Gänze aus den Beiträgen der Dienstgeber und übernimmt dafür die Haftung für Arbeitsunfälle und das Auftreten von Berufskrankheiten. Kernaufgaben der AUVA sind die Verhütung von Arbeitsunfällen sowie die Heilbehandlung und Rehabilitation. Ziel ist es, Unfallopfer und Beschäftigte mit Berufserkrankungen möglichst rasch wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Eine weitere Kernaufgabe der AUVA ist die finanzielle Entschädigung. Diese vier Aufgabenbereiche der AUVA ermöglichen eine integrierte und effiziente Unfallversicherung mit hohem volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen.

Die AUVA betreibt das Traumazentrum Wien mit den beiden Standorten Meidling und Brigittenau/Lorenz Böhler, die Unfallkrankenhäuser Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Kalwang sowie die Rehabilitationszentren Meidling (Wien), Weißer Hof (NÖ), Häring (Tirol) und Tobelbad (Steiermark). In den Einrichtungen der AUVA werden jährlich über 370.000 Patientinnen und Patienten auf medizinischem Spitzenniveau versorgt, davon mehr als 46.000 stationär.

Die AUVA in zwei Minuten

Rückfragen & Kontakt:

AUVA-Hauptstelle
Mag. Sonja Rosenberger
Tel: +43 5 93 93-22911
Mobil: +43 676 833 95 1818
Email: sonja.rosenberger@auva.at
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