Österreich und IWF verlängern Übereinkommen über das Joint Vienna Institute

Wien (OTS) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) und Österreich blicken bereits auf eine 26-jährige Erfolgsbilanz des Joint Vienna Institute (JVI) in Wien zurück. Diese Zusammenarbeit wurde heute von der Geschäftsführenden Direktorin des IWF, Christine Lagarde, dem österreichischen Finanzminister, Hartwig Löger, dem Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny, und dem OeNB-Vizegouverneur, Andreas Ittner, in Washington, DC um weitere vier Jahre verlängert.

„Die Kooperation zwischen Österreich und dem IWF am JVI zeigt eindrucksvoll, welche Bedeutung Österreich dem Aufbau wirtschaftspolitischer Kapazitäten in den aufstrebenden Volkswirtschaften Europas und Zentralasiens beimisst“, so IWF-Chefin Lagarde, „und der IWF ist Österreich für seine kontinuierliche Unterstützung am JVI zu Dank verpflichtet.“

Finanzminister Löger betonte, dass „der Ausbau der Kapazitäten wirtschaftspolitischer Institutionen zu einer schlagkräftigeren Politik führt und somit Stabilität und Wachstum fördert. Durch das Angebot an Schulungen für Experten und Expertinnen aus der öffentlichen Verwaltung leistet Österreich einen wichtigen Beitrag zur Festigung seiner Nachbarschaftsbeziehungen.“ OeNB-Gouverneur Nowotny unterstrich weiters: „Seit mehr als einem Vierteljahrhundert ist das JVI der Förderung solider Wirtschaftspolitiken in der Region wie auch dem Wissensaustausch auf Expertenebene zwischen Zentralbanken und öffentlichen Einrichtungen verpflichtet.“

Über das JVI
Das JVI ist eine unabhängige internationale Organisation und das älteste Mitglied eines vom IWF weltweit betriebenen Netzwerks aus regionalen Zentren für den Kapazitätsaufbau. Zusammen mit einer Reihe internationaler Institutionen und Partner bietet das JVI vor allem Experten und Expertinnen aus Zentralbanken und aus der öffentlichen Verwaltung ein breit gefächertes politikorientiertes Kursangebot. Die Kursteilnehmer stammen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa, dem Kaukasus und aus Zentralasien. Ziel ist es, diese Länder bei der Stärkung ihrer wirtschaftspolitischen Institutionen und Politik zu unterstützen, die Zusammenarbeit in dieser Region zu fördern und den Aufbau regionaler Expertennetzwerke in der öffentlichen Verwaltung zu ermöglichen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1992 zählte das JVI über 42.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen an Kursen, welche die Bereiche Wirtschafts-, Fiskal-, Geld- und Finanzmarktpolitik abdecken. Unter den Alumni des JVI finden sich zahlreiche amtierende und ehemalige Zentralbankgouverneure und -gouverneurinnen, Minister und Ministerinnen sowie andere hochrangige Persönlichkeiten aus mehr als 30 Ländern.

Das zwischen dem IWF und Österreich geschlossene Memorandum of Understanding wird alle vier Jahre überprüft – so zuletzt geschehen im Jahr 2014.

Die JVI-Kurse werden in der Regel von Österreich (BMF und OeNB) und dem IWF gehalten, häufig in Kooperation mit Partnerorganisationen wie der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), der Europäischen Investitionsbank (EIB), der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Welthandelsorganisation (WTO) und der Europäischen Kommission.

Weitere Informationen über das JVI und seine Primärmitglieder finden sich unter:
Joint Vienna Institute (JVI): http://www.jvi.org
Internationaler Währungsfonds (IWF): http://www.imf.org

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