Bohrn Mena/Bissmann: Bio-Landwirtschaft und Produktion von Gemüse & Obst fördern!

Liste Pilz bringt Entschließungsantrag zur Stärkung von KleinbäuerInnen ein

Wien (OTS) - Anlässlich des Staatsbesuchs in China wurde ein Abkommen unterzeichnet, welches den Export von Schweinefleisch für heimische Betriebe ermöglicht. Nicht umfasst von der Bewilligung sind offenbar jene Teile, welche bei uns als Schlachtnebenprodukte gelten und für die Futtermittelproduktion verwendet werden, in China jedoch als Delikatesse höhere Preise erzielen könnten. Zudem scheint das Abkommen nicht Bio-Schweinefleisch, sondern nur konventionelle Produkte zu umfassen. 

"Es ist sehr bedauerlich, dass die Regierung diese Gelegenheit nicht genutzt hat um die biologische Landwirtschaft zu stärken. Stattdessen wird das völlig marode System der Tierfabriken weiter angeheizt, welches nachweislich die Umwelt vielfach schädigt und enormes Tierleid verursacht. Wir fordern die Landwirtschaftsministerin daher auf nun endlich die biologische Landwirtschaft in den Fokus ihrer Fördermaßnahmen zu stellen", so Liste Pilz Tierschutzsprecher, Sebastian Bohrn Mena, und Umweltsprecherin, Martha Bissmann, die diese Woche einen Entschließungsantrag einbringen wird. 

Der Export in den weltgrößten Konsummarkt für Schweinefleisch wird, das zeigen Erfahrungen aus Deutschland, zu einer deutlichen Ausweitung der Produktion führen. Damit wird ein Zweig gefördert, indem bereits eine Selbstversorgungsrate von 110 Prozent besteht und die konventionelle Landwirtschaft dominiert, mit all ihren negativen Auswirkungen auf Boden, Grundwasser, Tiere und Klima. Der Bio-Anteil bei Schweinevieh ist mit zwei Prozent am geringsten im landwirtschaftlichen Bereich. Zudem basiert die Schweinemast auf Importen von hunderttausenden Tonnen an Sojaschrot aus Südamerika. 

"Wir sollten nicht die Ausweitung der Fleischproduktion fördern, sondern vielmehr den Anbau von Gemüse und Obst. Jährlich müssen wir derzeit um über 1,1 Milliarden Euro mehr Gemüse & Obst importieren als exportieren, damit die Versorgung unserer Bevölkerung gewährleistet wird. Von den rund zwei Milliarden Euro an direkten Förderungen, die jährlich in die Landwirtschaft fließen, sollte daher ein wesentlicher Anteil zur Steigerung der Ernährungssouveränität in dem Bereich verwendet werden und nicht in den Ausbau der Schlachthäuser", so Bohrn Mena und Bissmann abschließend. 

Der Entschließungsantrag umfasst zudem eine Aufforderung an die Regierung, speziell kleinbäuerliche Strukturen zu fördern. Diese profitieren besonders von der Ausweitung biologischer Produktion und sollten daher größere Berücksichtigung bei der Verteilung von Fördermitteln finden. Erst vor kurzem haben Sebastian Bohrn Mena und Martha Bissmann eine umfangreiche Anfrage an die Landwirtschaftsministerin eingebracht, in der sie die Zusammenhänge von Fleischproduktion, Soja-Importen und negativen Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft beleuchten.

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Liste Peter Pilz im Parlament
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