Wölbitsch/Olischar: Runder Tisch zum Weltkulturerbe erster wichtiger Schritt – weitere werden folgen

Erhalt des Weltkulturerbes in Wiener Stadtverfassung aufnehmen – Bereits mehr als 1.000 Petitionsmails an Michael Ludwig unter www.weltkulturerbe-retten.at

Wien (OTS) - Als „ersten wichtigen Schritt in Richtung Bündelung der Kräfte für den Erhalt des Weltkulturerbes“ bezeichnet Stadtrat Markus Wölbitsch den von der ÖVP Wien am vergangenen Freitag initiierten Runden Tisch mit Landesparteiobmann Bundesminister Gernot Blümel, an dem rund  50 Personen von NGOs, Initiativen und Vereinen teilgenommen haben. Nach einer rund zweistündigen Diskussion sei einmal mehr klar gewesen, „Wien darf nicht länger auf einer roten Liste stehen. Unser gemeinsames Ziel ist es, das Weltkulturerbe für Wien und als Erbe für die gesamte Menschheit zu retten“, so Wölbitsch im Rahmen eines heutigen Pressegespräches mit Planungssprecherin und stv. Klubobfrau Elisabeth Olischar. Allerdings lege die rot-grüne Stadtregierung dabei eine „kleingeistige Mir-san-mir-Haltung“ an den Tag, die ihresgleichen suche. Auch im Rahmen der Diskussion sei klar herausgekommen, „der Unmut der ehrenamtlichen Unterstützer des Weltkulturerbes gegenüber der rot-grünen Stadtregierung ist groß“, so Olischar. „Allen ist klar, was Rot-Grün hier veranstaltet, ist unehrlich und unprofessionell.“ 

Deswegen werden auch „weitere Schritte“ folgen, so Stadtrat Wölbitsch. Während Bundesminister Gernot Blümel auf Bundesebene zahlreiche Maßnahmen und Schritte für den Erhalt des Weltkulturerbes setze und damit auch bereits einen Paradigmenwechsel in der Diskussion eingeleitet habe, plane auch die ÖVP Wien eine Folgeveranstaltung des Runden Tisches im kommenden Herbst. Es gehe schließlich nicht an, dass die rot-grüne Stadtregierung, engagierte und ehrenamtliche Stimmen für den Erhalt des Weltkulturerbes einfach ignoriere. Mit dem Runden Tisch zum Weltkulturerbe wollte man auch zeigen, diese Menschen kämpfen nicht alleine. Bundesminister Gernot Blümel sicherte zu, die zahlreichen und wertvollen Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger in den Gesprächen mit der UNESCO einzubringen. „Wir sehen uns als Vermittler all jener Interessen, die sich um das Weltkulturerbe sorgen.“ So werde auch ein Vorschlag der Teilnehmer aufgegriffen, den Schutz des Weltkulturerbes in die Wiener Stadtverfassung zu schreiben. „Das bringen wir mittels Antrag in den Gemeinderat ein“, so Wölbitsch, „denn wir wollen retten, was es noch zu retten gibt.“ Bürgermeisterkandidat Ludwig stehe hier in einer Verantwortung, die er wahrnehmen müsse. „Er hat die Chance, hier einen Paradigmenwechsel einzuleiten und nun ein Teil der Lösung zu werden“, so Wölbitsch.  

Schließlich handle es sich bei der Kernzone des „Historischen Stadtzentrums von Wien“ lediglich um ein Prozent des Stadtgebietes, das man im Sinne des Welterbes sorgsam behandeln sollte. „Dennoch agiert Rot-Grün ohne Rücksicht auf Verluste“, so Wölbitsch. Es entbehre auch nicht einer gewissen Ironie, dass Bürgermeister Michael Häupl Vizepräsident der Organization of World Heritage Cities (OWHC) sei. „Es stellt sich die Frage, was er dort tatsächlich gemacht hat. Ich wünsche mir einen neuen Bürgermeister, der das Erbe der Menschheit tatsächlich schützt. Auch sei es schäbig, wenn nun ein grüner Klubobmann behaupte, er hätte nicht wissen können, dass mit der Zustimmung zum Flächenwidmungsplan das Weltkulturerbe am Spiel stehe. „Die Wahrheit ist, das kulturelle Erbe ist für die rot-grüne Stadtregierung ohne besonderen Wert. Wir nehmen das aber nicht einfach hin. Die Stadt Wien muss die Interessen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und die Verfahren im Einklang mit den völkerrechtlichen Verpflichtungen durchführen“, so Wölbitsch.  

„Rot-Grün muss das städteplanerische Arbeiten in der Stadt endlich professionalisieren“, so Planungssprecherin Elisabeth Olischar. „Zahlreiche andere Städte beweisen, dass das Weltkulturerbe mit moderner Stadtentwicklung vereinbar ist. Das muss auch in Wien möglich sein“, so Olischar. Aber egal ob es nun um das Projekt am Heumarkt, die Umgestaltung des Karlsplatzes oder um die Steinhof-Gründe am Otto-Wagner-Areal geht: Derzeit biete die rot-grüne Politik keinerlei Planungssicherheit und Orientierung. „Weder für die Wienerinnen und Wiener, noch für die Planer oder Investoren. So wie Rot-Grün agiert, handelt es sich ganz klar um Investorenvertreibungsprogramme. Damit muss Schluss sein. Das schadet der Stadtplanung und am Ende dem Standort.“ Für Bürgermeisterkandidaten Ludwig sei es nun Zeit, Farbe zu bekennen. Deshalb habe man in der Osterwoche auch die Aktion www.weltkulturerbe-retten.at gestartet, mit der Möglichkeit Petitionsbriefe an Michael Ludwig zu senden. Mittlerweile haben mehr als 1.000 Wienerinnen und Wiener dieses Petitionsmail abgeschickt und damit Ludwig aufgefordert, Klartext zu sprechen und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für einen Erhalt des Weltkulturerbes zu sorgen.

 

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