Neues Volksblatt: "Guter Rat ist teuer" (von Heinz WERNITZNIG)

Ausgabe vom 14. April 2018

Linz (OTS) - Wieder einmal in aller Munde ist der Individualverkehr – aber nicht wegen der Stauproblematik im Großraum Linz oder wegen der Schummeleien von Autoherstellern, sondern aufgrund der nach wie vor zu hohen Schadstoffemissionen in der Landeshauptstadt und an der Westautobahn im Bereich Enns. Denn durch die bis dato gesetzten Maßnahmen wie die Einführung des so genannten Lufthunderters zwischen Linz und Enns konnten die Werte zwar gesenkt werden, aber nicht im nötigen Ausmaß.
Um ein EU-Vertragsverletzungsverfahren und hohe Strafzahlungen zu verhindern, ist jetzt guter Rat teuer. Denn die Maßnahmen zur Senkung der Stickstoffdioxidwerte sollen rasch und nachhaltig wirken, gleichzeitig aber Autofahrer, Pendler und die Wirtschaft nicht zu stark einschränken. Bis der von allen geforderte Ausbau des Öffentlichen Verkehrs greift, vergehen etliche Jahre. Daher bleibt wohl nichts anderes übrig, als vorerst wie vom Landesrechnungshof empfohlen, Tempo 100 auf dem A1-Streckenabschnitt konsequent zu überwachen. Andernfalls droht wie etwa auf der Inntalautobahn eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Schwieriger dürfte es in der Landeshauptstadt werden. Denn emmissionsabhängige Fahrverbote wie in einigen deutschen Städten gelten hierzulande als tabu. Egal, worauf sich die Politik einigt – wichtig ist, dass man vom Stadium des Diskutierens ins Handeln übergeht.

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