„Orientierung“: Weltsozialforum sucht Wege aus der Krise

Am 15. April um 13.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am Sonntag, dem 15. April 2018, um 13.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Papst ruft auf: Im Alltag zur Heiligkeit

Gaudete et exsultate – aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet das „Freut euch und jubelt“. Es ist ein Satz, den Jesus im Matthäus-Evangelium zu jenen sagt, die um seinetwillen verfolgt und gedemütigt werden. Papst Franziskus hat diese Aufforderung nun als Titel eines neuen Lehrschreibens gewählt, das sich ganz um den Begriff der Heiligkeit dreht. Den will Papst Franziskus ins Heute holen. Denn Heiligkeit gehe nicht nur herausragende Christen und Märtyrer etwas an: Jede und jeder sei dazu aufgerufen, in seinem Leben nach Heiligkeit zu streben, lautet die Botschaft des Papstes. In seinem Lehrschreiben, das am Montag im Vatikan präsentiert wurde, erklärt er, was das konkret im Alltag von Gläubigen bedeuten kann – etwa mit Blick auf das ungeborene Leben und den Umgang mit Menschen auf der Flucht. Bericht: Katharina Wagner.

Im „Orientierung“-Studiogespräch zum neuen Schreiben des Papstes:
Paul M. Zulehner, katholischer Theologe und Religionssoziologe.

Arena der Solidarität? Weltsozialforum sucht Wege aus der Krise

2001 wurde das Weltsozialforum – als Gegenpol zum Weltwirtschaftsforum in Davos – gegründet. Heuer traf man, in der brasilianischen Stadt Salvador de Bahía, zum 14. Mal zusammen. Ganz im „Zeichen der Suche nach Auswegen aus der globalen Krise“ stand das diesjährige Treffen, so sieht es auch der brasilianische Befreiungstheologe Frei Betto. Er hat sich in den 1980er Jahren durch seine „Nachtgespräche mit Fidel Castro“ und später unter dem heute wieder unter Druck geratenen brasilianischen Expräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva – als Koordinator der so genannten Null-Hunger-Kampagne – einen Namen gemacht. Kein Unbekannter ist auch Marcos Arruda, der Gründervater der sogenannten „Solidarwirtschaft“. Diese Form des Wirtschaftens setzt auf die Ausweitung von Kooperationen zwischen Gemeinschaftsbetrieben auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene – im Gegensatz zu einem kapitalistischen System, das auf Konkurrenz beruhe. Beide „Propheten des 21. Jahrhunderts“ betrachten die in der Zweieinhalb-Millionen-Stadt Salvador de Bahía vorherrschende „Widerstandskultur“ der ehemaligen afrikanischen Sklaven – sie spielten beim Weltsozialforum 2018 eine wichtige Rolle – als wichtigen spirituellen Beitrag für den Aufbau einer demokratischen, antirassistischen und friedlichen Weltordnung. Bericht: Leo Gabriel.

Der heitere Rebell: Biografie über Adolf Holl erschienen

Im Mai feiert Holl seinen 88. Geburtstag, derzeit schreibt er wieder an einem Buch: „Ich existiere einfach nur dann, wenn ich zwei oder drei Stunden am Tag etwas schreiben darf“, erzählt er im Interview. Als Kirchenrebell ist Adolf Holl in den 1970er Jahren bekannt geworden. Er war Moderator des „Club 2“ im ORF und hat bisher 32 Bücher veröffentlicht. „Jesus in schlechter Gesellschaft“ hieß jenes Buch, das einst einen Skandal auslöste: Holl verlor 1973 seine Lehrbefugnis. Schließlich wurde er vom damaligen Kardinal Franz König vom Priesteramt suspendiert. Seit mehr als 40 Jahren ist Inge Santner-Cyrus die Frau an seiner Seite. Im „Orientierung“-Interview spricht Holl u. a. darüber, warum er nie hätte heiraten wollen und er erzählt auch vom Widerstandsgeist seiner Mutter, die ihn geprägt hat. Journalist Harald Klauhs hat nun eine Biografie über Adolf Holl verfasst. Das Buch „Holl – Bilanz eines rebellischen Lebens“ ist im Residenz Verlag erschienen. Bericht: Sandra Szabo.

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