Kinderfreunde sagen NEIN zu Deutschförderklassen!

Wien (OTS) - Die Österreichischen Kinderfreunde lehnen die von Bundesminister Faßmann geplanten Deutschförderklassen klar ab und reihen sich damit ein in eine große Anzahl von Wissenschafter*innen, Expert*innen, Direktor*innen und Lehrer*innen, die dem Entwurf ebenso ablehnend gegenüberstehen. Mit diesem Entwurf  werden Lehrer*innen und Direktor*innen alleine gelassen und vor unlösbare Aufgaben gestellt, anstatt zusätzliche Ressourcen  für Schulen mit besonderen Problemlagen zur Verfügung zu stellen.

„Deutschklassen widersprechen den bisherigen Bemühungen zur Schulautonomie und das Vorhaben ist nicht kindgerecht“, erklärt Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Kinderfreunde.

Aus der Perspektive der Kinder ergeben sich eine Reihe von Nachteilen. Sie würden für 15-20 Stunden aus dem Klassenverband getrennt werden, was praktisch zur Entfremdung von der Stammklasse führt und zu Stigmatisierung und Gruppenbildungen, die man eigentlich vermeiden wollte.

Weiters würden Kinder, die Deutschklassen absolvieren, in der Regel ihre jeweilige Klasse wiederholen müssen, weil sie natürlich durch den extra Deutschunterricht in den anderen Fächern zurückbleiben. So verlieren die Kinder bis zu zwei Jahre durch Wiederholungen.

„Wichtig wäre, die Ressourcen für in den Unterricht integrierte Sprachförderung und Deutschlernphasen in Kleingruppen parallel zum Unterricht zu verstärken, ohne die Kinder dabei zu trennen. Es gibt dafür bereits viele funktionierende Beispiele, an denen könnte sich Minister Faßmann orientieren“, schließt Oxonitsch. 

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