Ofner: Zersplitterung der Aufgaben der AUVA würde System teurer und schlechter machen

Wien (OTS) - Eine Zerschlagung der AUVA, um dann Teilleistungen in andere Sozialversicherungsträgern wieder einzugliedern, würde das System weder verbessern noch günstiger machen. „Im Gegenteil, das System würde teurer für die Volkswirtschaft und schlechter für die Menschen“, hält AUVA-Obmann Anton Ofner am Mittwoch zu entsprechenden Aussagen von Bundesministerin Hartinger-Klein fest.

Gerade weil die AUVA als ein Träger für alle vier Tätigkeitsbereiche zuständig ist – also für Prävention, Akutversorgung von Unfallopfern in den UKH, Rehabilitation von Schwerverletzen und Rentenzahlung nach Arbeitsunfällen – muss sie kostenoptimierend entlang der gesamten Leistungskette arbeiten. Die AUVA kann nicht isoliert auf nur einen Leistungsbereich blicken, sie muss auch immer die Folgen für die anderen Bereiche im Auge haben. „Wirksame Prävention hilft, Unfälle zu vermeiden – beste Unfallversorgung und Reha spart Kosten für Renten“, so Ofner. Die Patientinnen und Patienten wiederum profitieren vom „One-Stop-Shop AUVA“, die alle Leistungen gebündelt in höchster Qualität anbieten kann.

Eine willkürliche Trennung in Freizeit- und Arbeitsunfälle hält Ofner für nicht sinnvoll und werde auch von Experten – wie dem IHS-Gesundheitsökonomen Thomas Czypionka – angezweifelt. Vielmehr würden eine faire Abgeltung der Freizeitunfälle für die AUVA sowie Kooperationen und Traumanetzwerke, wie die AUVA sie bereits in Salzburg und Kärnten erfolgreich betreibt, helfen, die unfallchirurgische Versorgung sicherzustellen. Derzeit bekommt die AUVA rund 160 Millionen Euro zu wenig für die Behandlung der Freizeitunfälle erstattet.

„Die AUVA wird den Reformkurs, den sie bereits eingeschlagen hat, weitergehen, Synergien schaffen und weitere Effizienzsteigerungspotenziale heben. Das alles ist in unserem Konzept enthalten. Wir hoffen, dass diese wichtige Diskussion wieder aufgenommen und sachlich fortgeführt wird. Wir sind nach wie vor der festen Überzeugung, dass für eine sichere, hochqualitative Versorgung in den Bereichen Unfallprävention, Unfallheilbehandlung, Rehabilitation und Rentenleistungen nach Unfällen der Fortbestand der AUVA als eigenständiger Sozialversicherungsträger unerlässlich ist“, so Ofner.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 320.000 Unternehmen und über 5 Millionen Personen gesetzlich gegen die wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben fast zur Gänze aus den Beiträgen der Dienstgeber und übernimmt dafür die Haftung für Arbeitsunfälle und das Auftreten von Berufskrankheiten. Kernaufgaben der AUVA sind die Verhütung von Arbeitsunfällen sowie die Heilbehandlung und Rehabilitation.  Ziel ist es, Unfallopfer und Beschäftigte mit Berufserkrankungen möglichst rasch wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Eine weitere Kernaufgabe der AUVA ist die finanzielle Entschädigung. Diese vier Aufgabenbereiche der AUVA ermöglichen eine integrierte und effiziente Unfallversicherung mit hohem volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen.

Die AUVA betreibt das Traumazentrum Wien mit den beiden Standorten Meidling und Brigittenau/Lorenz Böhler, die Unfallkrankenhäuser Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Kalwang sowie die Rehabilitationszentren Meidling (Wien), Weißer Hof (NÖ), Häring (Tirol) und Tobelbad (Steiermark). In den Einrichtungen der AUVA werden jährlich über 370.000 Patientinnen und Patienten auf medizinischem Spitzenniveau versorgt, davon mehr als 46.000 stationär.

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