Deutschklassen – Hammerschmid teilt Befürchtungen Wiens über Kürzungen bei Sprachförderung und Integration

SPÖ-Bildungssprecherin besorgt über drohendes Chaos an Schulen durch schwarz-blaue Kürzungspolitik

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid ist besorgt angesichts der Einschätzungen aus Wien in Bezug auf die geplanten Deutschklassen. „Das bestätigt auch meine Befürchtungen. Bewährte Strukturen für die Sprachförderung werden mutwillig zerstört und die Anzahl der dafür bereitgestellten PädagogInnen halbiert. Ganz zu schweigen vom Unterstützungspersonal, das ebenfalls nicht mehr zur Verfügung steht. Damit fehlt es an LehrerInnen und Schulräumen“, so Hammerschmid. Bildungsminister Faßmann nehme damit sehenden Auges in Kauf, dass ab Herbst alle Pflichtschulkinder Leidtragende der Kürzungen bei Bildung und Sprachförderung sind. „Noch im Jänner ist Faßmann richtigerweise – aufgrund der Erhöhung der Stunden pro Woche –von Mehrkosten und einem höheren Personalbedarf durch die Deutschklassen ausgegangen. Jetzt heißt es, es braucht kein zusätzliches Geld. Die Folgen: „Die Sprachförderung für die Kinder wird sich verschlechtern, LehrerInnen mit den Integrationsproblemen alleine gelassen.“ ****

Hammerschmid rechnet vor, dass durch das Streichen des Integrationstopfes insgesamt 450 DeutschlehrerInnen, 250 IntegrationspädagogInnen, 80 SozialarbeiterInnen sowie 80 Personen in mobilen Teams wegfallen – Wien ist davon naturgemäß besonders betroffen. „Diese MitarbeiterInnen sitzen dann auf der Straße. Wir verlieren damit langfristig wichtige ExpertInnen für Sprachkompetenzerwerb und Integration und die LehrerInnen verlieren die dringend notwendige Unterstützung.“

Auch die Verschlechterungen und Kürzung der Förderstunden für die große Gruppe der Kinder, die zwar Deutschkenntnisse haben, die aber trotzdem noch Förderung brauchen, sind für Hammerschmid „leider symptomatisch für die schwarz-blaue Regierung: Bildung kommt zwar in den Überschriften groß vor, geht es ums Geld, wird allerdings genau dort gekürzt.“ Ähnlich sei dies beim Ausbau der Kindergärten, den die Regierung jetzt stoppt, oder bei den Einsparungen bei den Ganztagsschulen: „Überall dort, wo es um Zukunftschancen für Kinder geht – Bildung, Integration, Elementarbildung – wird gekürzt. Aber für die Eigen-PR schanzen sich Kurz und Strache selbst Millionen zu!“ (Schluss) mb/ah/mp

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