18. Bundes-FCG-Frauen-Kongress beschließt 40 Forderungspunkte an die politisch Verantwortlichen

Monika Gabriel als Bundes-FCG-Frauenvorsitzende wiedergewählt

Wien (OTS) - Der 18. Bundes-FCG-Frauen-Kongress stand unter dem Motto „Balance.Macht.Sinn.“ und wurde von der Bundes-FCG-Frauenvorsitzenden Monika Gabriel feierlich eröffnet. Zu Beginn der Veranstaltung bedankte sich Monika Gabriel bei den rund 100 Delegierten Frauen aus allen Fachgewerkschaften und aus den Ländern für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten und präsentierte eine sehr positive Erfolgsbilanz.

Frauenpolitik ist Gesellschaftspolitik

Zahlreiche Ehrengäste folgten der Einladung der FCG-Frauen zum heutigen Kongress, welcher mit einer prominent besetzten Talkrunde eingeleitet wurde. Die Bundesministerin für Frauen, Familie und Jugend Mag.a Dr.in Juliane Bogner-Strauß, die einzige Landeshauptfrau Österreichs Johanna Mikl-Leitner, der Abgeordnete zum Nationalrat und ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer, MSc, die Bezirksvorsteherin von Wien-Josefstadt und Landesleiterin der ÖVP-Frauen Wien Mag.a Veronika Mickel sowie der Bundes-FCG-Vorsitzende, ÖGB-Vizepräsident und Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) Dr. Norbert Schnedl diskutierten unter anderem über politische Maßnahmen, um das Bild von Frau und Mann im Erwerbsleben in eine bessere Balance zu bringen.

Konfrontiert mit der viel zu oft beschriebenen "gläsernen Decke", sahen die Talkgäste noch viele offene Punkte, die zu mehr Fairness und Chancengleichheit beitragen werden. Dazu zählt unter anderem die Teilzeit auf Zeit, wobei auch das Recht auf Rückkehr zur Vollzeit bestehen muss. Besonders hervorgehoben wurde dabei die wichtige Rolle der Sozialpartner, die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind und gemeinsam die Rahmenbedingungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schaffen. Neben der politischen Umsetzung braucht es aber unbedingt Frauen, die in der Familie, im Beruf aber auch in der Politik Verantwortung übernehmen möchten und ein Vorbild geben, denn Frauenpolitik ist Gesellschaftspolitik.

40 Forderungspunkte an die politisch Verantwortlichen

Höhepunkt des Kongresses war schließlich die Verabschiedung des Leitantrages der FCG-Frauen, welcher sich mit den darin enthaltenen 40 Forderungspunkte an die politisch Verantwortlichen richtet.

Einige besonders wichtige Forderungen sind:

  • Wertanpassung aller Familienleistungen,
  • Erhöhung der Anrechenbarkeit von Kindererziehungszeiten von 4 Jahren pro Kind für ALLE erwerbstätigen Frauen,
  • Verbesserungen des Unterhaltsvorschussgesetzes,
  • Verstärkter Fokus bei Werteschulung zur Aufklärung über Gleichberechtigung und Förderung im Bildungswesen,
  • mehr Wertschätzung für ältere ArbeitnehmerInnen – Wissenstransfer und Wissensmanagement sichern,
  • Gendergesundheit – Gendermedizin vorantreiben,
  • Frauenförderung durch Fairness, Chancengleichheit und Wahlfreiheit, die Zusammenführung der bestehenden Einkommensberichte auf einen bundeinheitlichen Standard,
  • Arbeitszeitflexibilisierung – keine Veränderungen der derzeitigen Bestimmungen zur Normalarbeitszeit im AZG, Erhöhung des KV Mindestlohns u.v.a.m.

Monika Gabriel als Bundes-FCG-Frauenvorsitzende wiedergewählt

Statutengemäß wurden im Rahmen des Kongresses auch die Gremien der Bundes-FCG-Frauen neu gewählt. Monika Gabriel wurde dabei das 3. Mal in Folge mit überwältigender Mehrheit zur Bundes-FCG-Frauenvorsitzenden gewählt. Eine sehr hohe Zustimmung erhielten auch ihre Stellvertreterinnen Karin Zeisel, Bundes-FCG-Frauenvorsitzende-Stellv. / GPA-djp, Mag.a Ursula Hafner, Bereichsleiterin Familie / GÖD sowie Elisabeth Planinger, MSc, younion.

Gemeinsam und zukunftsorientiert die Interessen der Arbeitnehmerinnen vertreten

„Balance.Macht.Sinn“, war nicht nur das Motto des Kongresses sondern findet sich auch in den Zielen der FCG-Frauen wieder. Die wiedergewählte Bundes-FCG-Frauenvorsitzende Monika Gabriel weist in Hinblick auf die 40 Forderungspunkte des FCG-Frauen-Leitantrags auf die Aufgaben der kommenden Jahre hin und möchte die gesellschaftspolitischen Themen “Balance zwischen Beruf, Familie und Privat“ sowie “Balance des Wertes der Arbeit und der Einkommen“, gemeinsam und zukunftsorientiert vorantreiben und damit auch weiterhin erfolgreich die Interessen der Arbeitnehmerinnen in Österreich vertreten.

Die Gesamtforderungen der Bundes-FCG-Frauen sind ab sofort auch auf der Homepage der FCG (www.fcg.at) nachlesbar.

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Andreas Friessnegg
Pressesprecher des ÖGB-Vizepräsidenten
FCG-Kommunikation
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