Kinderbetreuung - Hammerschmid: Ausbaustopp ist Kürzen auf Kosten der Kinder und ihrer Bildungszukunft

„55 Mio. Euro PR-Geld für Kurz und Strache sind kein Problem, aber bei Bildungseinrichtungen wird gekürzt“

Wien (OTS/SK) - „Die Zukunftsvergessenheit, die die schwarz-blaue Regierung an den Tag legt, ist im Bildungsbereich besonders schmerzhaft und schädlich. Wenn Kurz und Strache jetzt den Ausbau von Kindergartenplätzen stoppen, dann kürzen sie damit auf Kosten der Kinder und ihrer Bildungszukunft. Wann begreifen ÖVP und FPÖ endlich, dass der Kindergarten als erste Bildungseinrichtung immens wichtig ist?“, so SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid am Montag. „Auch diese Kürzung reiht sich leider in ein Gesamtbild von schockierenden Maßnahmen ein, wie Sparen bei den Ganztagsschulen, bei Integration und Sprachförderung. 55 Mio. Euro PR-Geld für Kurz und Strache sind kein Problem, aber bei Bildungseinrichtungen wird gekürzt.“ ****

Dabei wäre es wichtig, gerade in diesem Bereich mehr Geld in die Hand zu nehmen – u.a. um das zweite Gratis-Kindergartenjahr zu finanzieren. „Wir müssen endlich in ganz Österreich ein ausreichendes Angebot an Kinderbetreuungsplätzen mit hoher pädagogischer Qualität und sinnvollen Öffnungszeiten zustande bringen!“, fordert Hammerschmid. Außerdem sei es grob fahrlässig, die Gemeinden und Länder hinsichtlich einer Ausbauplanung im Regen stehen zu lassen. „In der letzten Legislaturperiode wurde vereinbart, dass bis zum 31.3.2018 ein Konzept für die Fortführung des Ausbaus und eines bundesweiten Qualitätsrahmens erarbeitet wird – die neue Regierung will oder kann das leider nicht einhalten“, so die frühere Bildungsministerin.

Am Geld könne es jedenfalls nicht liegen. Auch wenn man sich die 1,5 Mrd. Euro Ausgaben für den Familienbonus ansieht – der in Wahrheit ein Steuergeschenk an Besserverdienende ist – wird klar, dass es vor allem um Prioritätensetzung geht. Mit 1,5 Mrd. Euro könnte man 37.000 neue Plätze für die Kleinsten für Frühförderung, weiters flächendeckend ganztägig und ganzjährig geöffnete Kindergärten für alle Kinder mit einer zusätzlichen PädagogIn in jeder Gruppe, das zweite Gratis-Kindergartenjahr und eine überfällige Lohnerhöhung für die Beschäftigten in den Kindergärten finanzieren. „Von diesen Maßnahmen würde jedes Kind profitieren und wir könnten der überaus starken Bildungsvererbung in Österreich entgegenwirken“, so Hammerschmid abschließend. (Schluss) ah/mp

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