oekostrom AG fordert: Herkunftsnachweis und Umweltzeichen für Gas

Wien (OTS) -

oekostrom AG befragte 1.000 Österreicher zu Herkunft und Transparenz bei der Belieferung mit Strom und Erdgas:

  • Strom: Ein Drittel weiß nicht, aus welchem Land oder welcher Quelle ihr Strom kommt, will es aber wissen.
  • Gas: Fast jeder zweite Gasbezieher weiß nicht, woher sein Gas kommt, will es aber wissen.
  • Biogas: Knapp drei Viertel der Gasbezieher würden ein Gasprodukt mit Biogasanteil einem reinen Erdgasprodukt vorziehen.
  • Fracking und Arktisbohrungen: Mehr als drei Viertel der Österreicher lehnen diese Methoden bei der Förderung von Erdgas ab.

Viele Konsumenten in Österreich wissen nicht, woher ihr Strom oder ihr Gas kommen, wüssten es aber gerne (33,8 % bei Strom in Bezug auf Land und Quelle, 42,6 % bei Gas in Bezug auf Land und Fördermethode). Das ergab eine aktuelle Befragung von 1.000 Österreicherinnen und Österreichern im Auftrag der oekostrom AG, Österreichs größtem unabhängigen Energieversorger und Ökostrompionier der ersten Stunde. Bei Strom hat man in Österreich aufgrund der verpflichtenden Stromkennzeichnung zumindest die Möglichkeit zu mehr Information, Gasbezieher können die Herkunft bislang nur vermuten. Gleichzeitig ist es der großen Mehrheit der Befragten nicht egal, ob beim Abbau von Erdgas Fracking angewendet oder in der Arktis gebohrt wird: 81,1 % der Befragten ist ein frackingfreier Abbau (sehr) wichtig, für 75,8 % ist (sehr) wichtig, dass Erdgas nicht aus Arktisbohrungen stammt.

Transparenz und Alternativen: Wichtige Schritte für eine Ökologisierung der Wärmeversorgung 

Bislang haben Konsumenten, die Gas beziehen wollen oder in vielen Fällen müssen, über den Preis hinaus kaum eine Wahl – das sind rund ein Drittel der heimischen Bevölkerung, viele von ihnen wohnen im urbanen Raum beispielsweise in Mietwohnungen mit Gasthermen. „Es braucht daher dringend zwei wesentliche Veränderungen: Transparenz und eine Alternative“, so René Huber, Vorstandsmitglied der oekostrom AG. „Wir fordern daher eine Anpassung im Sinne der Transparenz gegenüber Konsumenten ähnlich wie bei der Stromkennzeichnung.“  Darüber hinaus kann mittels eines Umweltzeichens für Gas, das die Belieferung mit gefracktem oder in der Arktis gefördertem Erdgas ausschließt und einen bestimmten Biogasanteil garantiert, auch eine Wahlmöglichkeit für umweltbewusste Konsumenten geschaffen werden.

„Die Ökologisierung der Wärme ist zentrales Thema einer nachhaltigen Energieversorgung. Langfristig ist es das Ziel, all jene, denen ein Umstieg auf eine grundsätzlich CO2-neutrale Technologie wie Wärmepumpe oder Hackschnitzelheizung nicht möglich ist, mit CO2-neutralem, erneuerbarem Gas zu versorgen wie beispielsweise durch Power-to-Gas oder Biogas. Transparenz und Alternativen schaffen sind die ersten wichtigen Schritte in diese Richtung“, weiß Huber. „Der Rahmen, den die Klima- und Energiestrategie #mission 2030 vorgibt, bietet hier ideale Anknüpfungspunkte für unsere Forderungen.“

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