SPÖ-Bundesrat: Ana Blatnik wechselt nach Kärnten

Letzte Rede im Bundesrat: „Gleichstellung ist ein Grundrecht!“

Wien (OTS/SK) - Die Bundesrätin Ana Blatnik aus Kärnten/Koroška, verabschiedete sich heute, Donnerstag, nach 14 Jahren aus dem Bundesrat. Sie wird ihre politische Arbeit in Kärnten fortsetzen. In ihrer letzten Rede wies sie noch einmal auf Herausforderungen beim Thema Geschlechtergleichstellung hin. Denn: „Gleichstellung zwischen Frauen und Männern bedeutet keine Bevorzugung – sondern ist ein Grundrecht, welches in der Verfassung festgeschrieben ist.“ Fakt sei, dass Frauen noch immer schlechtere Karten am Arbeitsmarkt hätten. Am drastischsten zeige sich das beim Lohngefälle zwischen Männern und Frauen. ****

Dass die Hälfte aller Frauen in Teilzeit arbeiten führe zu einer weiteren Schieflage: „Weniger Lohn, weniger Pension. Das führt in die Altersarmut.“ Frauen würden sich noch immer verantwortlicher für Kinder, Haushalt und Pflege fühlen. „Ja zur Wahlfreiheit. Doch gerade für Alleinerziehende gibt es keine Wahlfreiheit. Für sie müssen wir die passenden Rahmenbedingungen schaffen“, so Blatnik. Kinderbetreuungseinrichtungen auch für unter 3-Jährige und Ganztagsschule müssten ausgebaut werden. Gleichzeitig brauche es Maßnahmen zur Partnerschaftlichen Erziehung bei Eltern, die ihre Kinder gemeinsam aufziehen.

„Wenn wir es mit der Frauen- und Familienförderung ernst meinen und glaubwürdig sein wollen bedeutet das, dass wir mehr Geld in die Hand nehmen müssen. Daher irritiert, es mich, dass 500.000 Euro, die letztes Jahr in diesem Bereich aufgestockt wurden, wieder gestrichen worden sind“, ist Blatnik von der Bundesregierung enttäuscht. Im Budget würden sich viele Absichten finden, die in keiner Hinsicht budgetär abgesichert seien.

„Ich möchte mich nach 14 Jahren verabschieden und Danke sagen. Danke für die Zusammenarbeit, die auch über die Parteigrenzen hinweg wertschätzend und respektvoll war. Danke, dass ich meine, für mich so wichtige Zweisprachigkeit hier leben durfte“, verabschiedet sich Blatnik bei ihren KollegInnen. Sie bedankt sich auch bei allen MitarbeiterInnen und sagt weiter: „Der Bundesrat ist für mich eine politische Heimat geworden.“ Ihr Ziel sei es immer gewesen Brücken zu bauen und das Miteinander zu fördern. „Hvala – Danke!“ (Schluss) up/ew/mp

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