Arzneimittel: für eigene Gesundheit auf Nummer sicher gehen

Legaler Vertriebsweg über Apotheke ist die beste Art, sich vor Arzneimittelfälschungen zu schützen.

Die Industrie arbeitet mit Hochdruck daran, bis Februar 2019 die Vorgaben der EU-Richtlinie umzusetzen. Das bedeutet noch mehr Sicherheit für Patienten, wenn sie ihr Medikament in der Apotheke abholen, im Krankenhaus oder vom Hausapotheken führenden Arzt ausgehändigt bekommen
Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig

Wien (OTS) - Wenn Arzneimittel gefälscht werden, stellt das ein Risiko für die Gesundheit dar. Nicht nur werden Potenzpillen gefälscht und zum Großteil via Online-Versandhandel vertrieben, sondern es werden auch Arzneimittel gegen schwerwiegende Erkrankungen wie etwa Krebs gefälscht und in Umlauf gebracht, wie der neueste Produktpirateriebericht 2017 zeigt. „Umso wichtiger ist es, nachhaltig und so intensiv wie möglich die Öffentlichkeit über die Gefahren gefälschter Arzneimittel aufzuklären und sie nicht zuletzt auch dazu aufzurufen, ihre Bezugsquellen auf deren Vertrauenswürdigkeit hin zu kontrollieren. Am sichersten sind Patienten immer noch dann vor Arzneimittelfälschungen geschützt, wenn sie ihre Medikamente in der Apotheke beziehen“, warnt Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig.

Die legale Lieferkette, bestehend aus Hersteller, Großhändler und Apotheke, arbeitet eng zusammen, um sicherzustellen, dass kein gefälschtes Arzneimittel über diesen Vertriebsweg an Patienten gelangen kann. Dieser Vertriebsweg wird in Zukunft noch sicherer. Denn im Rahmen der sogenannten „Fälschungsrichtlinie“ werden EU-weit neue Sicherheitsmerkmale für rezeptpflichtige Arzneimittel eingeführt. „Die Industrie arbeitet mit Hochdruck daran, bis Februar 2019 die Vorgaben der EU-Richtlinie umzusetzen. Das bedeutet noch mehr Sicherheit für Patienten, wenn sie ihr Medikament in der Apotheke abholen, im Krankenhaus oder vom Hausapotheken führenden Arzt ausgehändigt bekommen“, so Huber. Die pharmazeutische Industrie investiert dabei mehrere hundert Millionen Euro in ein neues Datenspeicher- und Datenabrufsystem sowie Milliardenbeträge in die Umstellung von Produktionsanlagen in den Unternehmen.

Was mit diesen Vorkehrungen nicht kontrolliert werden kann, ist der Online-Handel mit Arzneimitteln. Hier sind die Patienten selbst gefordert, Vorsicht walten zu lassen. „Wenn man Arzneimittel schon im Internet kauft, dann sollte man auch dort sichergehen, dass man sich nicht der Gefahr eines gefälschten Medikaments aussetzt“, so Huber. Dafür gibt es eine Liste von durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) registrierten und geprüften österreichischen Versandapotheken. Wobei der Online-Handel mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln in Österreich prinzipiell verboten ist und sich nur auf rezeptfreie Produkte beschränken darf. „Dass Patienten vor mitunter lebensgefährlichen gefälschten Arzneimitteln geschützt werden, liegt auch in der Verantwortung der Patienten selbst. Daher: Lieber auf Nummer sicher gehen und den Weg in die Apotheke nehmen, als Arzneimittel von irgendwo anders her zu beziehen“, gibt Huber zu bedenken. 

Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120 Mitglieder (Stand April 2018), die den Medikamenten-Markt zu gut 95 Prozent abdecken. Die Pharmig und ihre Mitgliedsfirmen stehen für eine bestmögliche Versorgungssicherheit mit Arzneimitteln im Gesundheitswesen und sichern durch Qualität und Innovation den gesellschaftlichen und medizinischen Fortschritt.

Rückfragen & Kontakt:

Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Peter Richter, BA, MA
Head of Communication & PR
01/40 60 290-20
peter.richter@pharmig.at
www.pharmig.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PHA0002