„Am Schauplatz“-Reportage „Kampf dem Sozialbetrug“ am 5. April um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Sozialbetrug nimmt in Österreich immer mehr zu – vor allem in der Baubranche sind Versicherungsbetrug und Lohndumping ein ständiges Problem. Über Subunternehmer und Scheinfirmen wird der Preis gedrückt. Die Finanzpolizei versucht durch Razzien, den Betrügern auf die Schliche zu kommen. „Am Schauplatz“ begleitet am Donnerstag, dem 5. April 2018, um 21.05 Uhr in ORF 2 die Ermittler bei ihrer Arbeit. Und zeigt auch das harte Los der geschädigten Arbeiter. Denn nicht selten schuften sie monatelang und bleiben am Ende ohne Lohn und ohne Versicherung übrig.

„Am Schauplatz“-Reporter Andreas Mannsberger hat ein Einsatzteam mehrere Wochen lang begleitet. Was als normale Kontrolle auf einer ganz normalen österreichischen Baustelle begann, entwickelt sich zum Krimi. Die Ermittler entdeckten Firmen, die Riesenaufträge abwickelten, ohne einen einzigen Arbeiter angemeldet zu haben. Arbeiter aus Ungarn und Rumänien müssen in einem Massenquartier unter schlimmen hygienischen Bedingungen leben und bekommen nur ein Drittel des gesetzlich vorgeschrieben Mindestlohnes.

„Die Arbeiter, die wir kontrollieren, sind eigentlich Opfer. Manche arbeiten Monate und wissen nicht einmal, dass sie nicht versichert sind“, erzählt der Chef der Finanzpolizei, Franz Kurz. „Die wahren Profiteure sind die Hintermänner, und an die heranzukommen gelingt nur selten – die sitzen im Ausland.“

Subfirmen arbeiten für fast alle großen Baukonzerne. Während sich österreichische Subunternehmer meistens an den vorgeschriebenen Mindestlohn halten, ist das bei den im Ausland ansässigen Betrieben ganz anders. 2017 wurden 1.795 ausländische Firmen von den Behörden kontrolliert. Fast die Hälfte wurde im Anschluss wegen Sozialdumping belangt. „Es geht um Gewinnmaximierung“, sagt der oberste Baugewerkschafter Josef Muchitsch (SPÖ): „Alle spielen mit und schauen weg.“

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