Weltgesundheitstag: So verbessert das Hilfswerk die Gesundheit in Afrika

Weltgesundheitstag: So verbessert das Hilfswerk die Gesundheit in Afrika

In Mosambik haben wir einen Ansatz gefunden, wie wir die Gesundheit verbessern können.
Dr. Fredy Rivera
Es bringt nichts, den Leuten Konzepte überzustülpen, die sie nicht wollen.
Dr. Fredy Rivera
In Sofala haben wir derzeit 1300 Gesundheitsaktivisten. Sie stehen in engen Kontakt mit Familien und melden zurück, wo Schwangerschaften, Malariafälle oder Cholerafälle auftreten. Dementsprechend können sich die Gesundheitsposten vorbereiten und zum Beispiel Medikamente einkaufen.
Dr. Fredy Rivera
Ja. Mit diesem Ansatz und mit unserem Mitwirken konnte das Gesundheitsministerium in Sofala, der ärmsten Provinz in Mosambik, die Mutter-Kind Sterblichkeit um 80% senken.
Dr. Fredy Rivera
Die Gesundheitseinrichtungen sind für die meisten schwangeren Frauen einen mehrtägigen Fußmarsch entfernt.
Dr. Fredy Rivera
Damit ermöglichen wir vielen Frauen eine risikofreie Schwangerschaft, eine sichere Geburt sowie eine gesunde Entwicklung der Kinder.
Dr. Fredy Rivera

Wien/Beira (OTS) - Der Weltgesundheitstag jährt sich zum 70. Mal. Die großen, gesundheitlichen Herausforderungen können laut Hilfswerk Gesundheitsexperten Dr. Fredy Rivera nur durch integrale Programme bewältigt werden. Rivera verrät, wie Hilfswerk International in den letzten 18 Jahren die Gesundheit in Mosambik verbessert hat.

„In Mosambik haben wir einen Ansatz gefunden, wie wir die Gesundheit verbessern können.“, so Rivera. Laut ihm ist der Schlüssel zum Erfolg die gemeinsame Erarbeitung und Umsetzung von Lösungen. Es bringt nichts, den Leuten Konzepte überzustülpen, die sie nicht wollen. In den Gesundheitsprojekten vom Hilfswerk sind daher mehrere Akteure involviert: Traditionelle Heiler, das Gesundheitsministerium, schulmedizinisches Personal sowie – und das ist unglaublich wichtig – die Bevölkerung selbst.

Mutterhäuser zur Senkung der Mutter-Kind Sterblichkeit

Eine der Ursachen der Mutter-Kind-Sterblichkeit in Mosambik ist, dass weniger als die Hälfte aller Geburten im ländlichen Mosambik in Gesundheitseinrichtungen stattfinden. Grund dafür sind die oftmals extrem weitläufigen Gebiete. „Die Gesundheitseinrichtungen sind für die meisten schwangeren Frauen einen mehrtägigen Fußmarsch entfernt.“

Das Hilfswerk International baut daher Mutterhäuser in der Nähe der Gesundheitsposten. Dort können sich die werdenden Mütter schon Tage vor der Geburt einfinden, sich untereinander austauschen und mit traditionellen Hebammen und Krankenschwestern auf die Geburt vorbereiten.

Gesundheitsaktivisten schaffen Bewusstsein

Um Bewusstsein für die Bedeutung von medizinischer Versorgung und Hygienemaßnahmen während der Geburt zu schaffen, setzt das Hilfswerk sogenannte „Gesundheitsaktivisten“ ein. Das sind ausgebildete Kolleginnen aus den Communities und zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung.

In einem engen Vertrauensverhältnis betreuen die Gesundheitsaktivisten sogenannte „Modellfamilien“ in Gesundheitsfragen. Sie informieren über die Mutterhäuser und besprechen die Wichtigkeit der Vermeidung von Frühverheiratung und die Risiken einer Geburt im frühen Teenageralter, um Problemschwangerschaften zu vermeiden. Gesundheitsaktivisten informieren auch über die Mutterhäuser stehen bei Unklarheiten zur Stelle.

Jeder Gesundheitsaktivist betreut 10 Modellfamilien. Nach einiger Zeit betreut euch jede Modellfamilie weitere Modellfamilien, um das erworbene Wissen wie in einem Schneeballsystem weiterzugeben. „Damit ermöglichen wir vielen Frauen eine risikofreie Schwangerschaft, eine sichere Geburt sowie eine gesunde Entwicklung der Kinder.“

Rivera: „In Sofala haben wir derzeit 1300 Gesundheitsaktivisten. Sie stehen in engen Kontakt mit Familien und melden zurück, wo Schwangerschaften, Malariafälle oder Cholerafälle auftreten. Dementsprechend können sich die Gesundheitsposten vorbereiten und zum Beispiel Medikamente einkaufen.“

Kann man den Erfolg von diesem Ansatz messen?

„Ja. Mit diesem Ansatz und mit unserem Mitwirken konnte das Gesundheitsministerium in Sofala, der ärmsten Provinz in Mosambik, die Mutter-Kind Sterblichkeit um 80% senken.“

Auf unserer Website finden Sie dazu ein Interview mit Dr. Fredy Rivera.

Hilfswerk in Mosambik

Seit 2000 begleitet Hilfswerk International die Menschen in der Provinz Sofala, einer der ärmsten Provinzen in Mosambik, auf dem Weg in eine bessere Zukunft. Wir stärken mit dem Ansatz „ComuSanas“ die Bereiche GesundheitUmwelt und erneuerbare Energie. ComuSanas bedeutet "gegenseitige Hilfe" und gleichzeitig "gesunde Dörfer" – und beschreibt unseren integralen Ansatz zur Verbesserung der Situation der Menschen in Mosambik.

Hilfswerk und Gesundheit

Gesundheit ist der Ursprung von Entwicklung. So ist das Hilfswerk auch in anderen Ländern tätig, um langfristig die Gesundheit zu verbessern. Im Libanon beispielsweise leisten wir gesundheitliche Versorgung für syrische Flüchtlinge in inoffiziellen Flüchtlingslagern. In Haiti haben wir ein Krankenhaus gebaut, das heute auch als Zentrum für Mutter-Kind Gesundheit dient. Der Weg zu Gesundheit für indigene Familien im Süden Kolumbiens führt über die Ernährungssicherung.

Spenden & Infos:

www.hilfswerk.at/international/weltgesundheitstag

Spendenkonto: Bawag PSK IBAN: AT71 6000 0000 9000 1002, Kennwort: Gesundheit

Weltgesundheitstag
Hier finden Sie Informationen zur Förderung der Gesundheit
Infos und Spenden

Rückfragen & Kontakt:

Hilfswerk International
Mag. Bianca Weissel
Kommunikation und Medien
01 40 57 500-112
bianca.weissel@hwa.or.at
www.hilfswerk.at/international

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