Bißmann/Bohrn Mena: Herkunft von verarbeiteten Eiern kennzeichnen

KonsumentInnen wollen nicht nur bei Ostereiern wissen wo sie herkommen

Wien (OTS) - Eine Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich verpflichtende Herkunftsangaben bei Verarbeitungsprodukten mit Eiern. Das ergab eine Umfrage der AMA Ende 2017 die auch festhielt, dass rund 70 Prozent der ÖsterreicherInnen die heimische Herkunft der Eier sehr wichtig ist und dies gemeinsam mit der Haltungsform der Hennen, das zentrale Kriterium beim Einkauf darstellt. In den meisten Fertig- und Halbfertigprodukten befinden sich jedoch ausländische Eier, die unter teils miserablen Bedingungen produziert wurden. 

„Wir unterstützen dieses wichtige Anliegen der Bevölkerung nach mehr Transparenz zur Herkunft der Eier in verarbeiteten Produkten. Gerade zu Ostern, wo viel Wert auf die Herkunft der Ostereier gelegt wird, bleibt im Dunkel, woher die verarbeiteten Eier etwa in der traditionellen Osterpinze stammen. Wer regional und bewusst einkaufen will, soll nicht über die Hintertür etwaige Missstände im Ausland unterstützen müssen, bloß weil keine Informationen über den Ursprung bereitgestellt werden“, sagen die Umweltsprecherin der Liste Pilz, Martha Bißmann, und der Tierschutzsprecher Sebastian Bohrn Mena. 

Verarbeitete Lebensmittel, in denen die Herkunft meist nicht gekennzeichnet wird, sind etwa Nudeln, Brot und Mehlspeisen. In vielen Fällen wird gerade bei diesen Grundnahrungsmitteln mit der Regionalität geworben, dabei jedoch nur eingeschränkte Transparenz über die Herkunft der verwendeten Ressourcen geübt. In vielen Ländern liegt der Tierschutz weit unter dem österreichischen Standard, die Käfighaltung etwa ist dort noch erlaubt oder es wird nach wie vor kein gentechnikfreies Futter verwendet.  

„Viele Menschen möchten auch an der Kassa mitentscheiden wie produziert wird und was in den Regalen landet. Kritische und mündige KonsumentInnen kann es aber nur mit umfangreicher Information geben. Das gleiche gilt auch für den öffentlichen Sektor: Wo mit Steuergeld eingekauft wird, sollte verpflichtend Transparenz geübt werden“, fordern Bißmann und Bohrn Mena abschließend, die auch eine Auskunftspflicht zur Herkunft von Eiern in öffentlichen Großküchen, wie Spitälern, Krankenhäusern und Kindergärten, unterstützen.


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