Yildirim: „Mehr Geld für Gewaltschutz und Prävention notwendig“

Anfragebeantwortung der Frauenministerin zu Missbrauch im Sport verdeutlicht Mini-Budget für Frauen - Offenbar kein Geld für Aufklärung aber Millionen an Körberlgeld für Regierungsspitze

Wien (OTS/SK) - „Das Budget für das Frauenressort wird um 500.000,- Euro auf rund 10 Mio. Euro gekürzt, während sich Kanzler Kurz laut dem Magazin Profil 51 Mio. Euro und sein Vize Strache 15 Mio. Euro Körberlgeld für PR-Maßnahmen auf die Seite legen. Das ist eine unsägliche Politik auf Kosten der Menschen“, sagt SPÖ-Nationalrätin und Tiroler Landesfrauenvorsitzende Selma Yildirim. ****

Das zeigt sich u.a. am Beispiel Missbrauch im Sport. „ÖVP-Frauenministerin Bogner-Strauß hat auf meine Parlamentarische Anfrage geantwortet und bezieht sich dabei mehrmals auf das zu beschließende Budget 2018-2019, von dem abhänge, wie viel Geld für Gewaltschutz und Prävention zur Verfügung stehen wird. Nicht einmal eine Aufklärungskampagne kann offenbar finanziert werden. Das könne erst nach Klärung der budgetären Situation geprüft werden, so die Antwort. All das ist gänzlich unbefriedigend. Mehr Investitionen für Gewaltschutz und Prävention helfen, teure Folgekosten zu verhindern. Es ist ganz klar, dass Frauenpolitik mehr Geld als die 10 Mio. braucht“, so Yildirim.

Die Ministerin betont außerdem, dass Aufarbeitung genauso wie Prävention dort zu erfolgen hätte, wo das Fehlverhalten liege. Für sie ist das offensichtlich nur in Tirol. „Das ist insofern eine Fehlannahme, als zu befürchten ist, dass Missbrauchsfälle nicht nur in Tirol stattgefunden haben und Prävention passieren soll, bevor etwas passiert“, so Yildirim.

Aus den Antworten des Bildungsministers geht hervor, dass dem Landesschulrat für Tirol seit November 2017 14 Fälle gemeldet wurden. Elf davon von Männern bzw. Burschen. „Hier zeigt sich wieder: Was Frauen hilft, hilft natürlich auch Männern. Frau Werdenigg hat den ersten mutigen Schritt gesetzt. Daraufhin sind zahlreiche Fälle von betroffenen Männer an die Öffentlichkeit gelangt. Es gilt bei Prävention und Aufklärung jetzt am Ball zu bleiben“, so Yildirim.

Die beiden Anfragebeantwortungen finden Sie im Anhang bzw. in Kürze unter diesem Link: https://tinyurl.com/y9m5wyrn

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