ÖAMTC zu Klimastrategie: Verkehr darf nicht zum Sündenbock werden

Club-Umfrage: Mehrheit will, dass alle Bereiche CO2 einsparen

Wien (OTS) - Anfang kommender Woche wird die Bundesregierung ihre Klima- und Energiestrategie veröffentlichen. "Dem Vernehmen nach soll einmal mehr der Pkw als Ursache allen Übels hingestellt werden", kritisiert der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Bernhard Wiesinger. Diese Behauptung hält einer kritischen Betrachtung allerdings nicht Stand. "Der Pkw-Verkehr ist nur für rund 14 Prozent der Treibhausgase in Österreich verantwortlich", erklärt Wiesinger. Andere Berechnungen, die für den Pkw-Verkehr deutlich höhere Werte ausweisen, klammern die Sektoren, die dem Emissionshandel unterliegen, völlig aus. "Nur weil diese sich zu einem niedrigen Preis frei kaufen, heißt das noch lange nicht, dass sie CO2 frei sind", so Wiesinger.

Auch die österreichische Bevölkerung spricht sich dafür aus, dass alle Bereiche ihren Beitrag zur Erlangung der Einsparungsziele leisten sollten. "In einer im Herbst 2017 online durchgeführten ÖAMTC AM.PULS-Umfrage finden 48 Prozent der 1.432 repräsentativ befragten ÖAMTC-Mitglieder, dass im Bereich Industrie am leichtesten CO2 eingespart werden könnte", zitiert Wiesinger.

Die Klima- und Energiestrategie läuft nach Ansicht des ÖAMTC daher Gefahr, einseitig auszufallen. "Es steht außer Diskussion, dass der Verkehr seinen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten wird. Wenn allerdings Einsparungsziele festgeschrieben werden, dann kann das nicht nur für den Verkehr gelten, sondern muss auch für die anderen großen Sektoren im Nicht-Handels-Bereich, wie etwa die Landwirtschaft oder Raumwärme, Gültigkeit haben. Alles andere hätte den Geruch von Klientelpolitik", sagt Wiesinger abschließend.

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