Ausbildungsoffensive der neuen Bundesregierung – „Mehr Fördermittel für Fachkräfteausbildung und Langzeitarbeitslose“

414 Euro pro Kopf mehr für personalisierte Beratung und Qualifizierung

Wien (OTS) - Der österreichische Arbeitsmarkt erlebt seit 2017 wieder einen spürbaren Aufschwung. Das AMS verzeichnet einen weiteren  Rückgang der Arbeitslosigkeit. Trotz der positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt besteht nach wie vor eine Schieflage zwischen der Nachfrage an hochqualifiziertem Personal und dem bestehenden Ausbildungsniveau der Arbeitssuchenden. So haben beispielsweise 45 Prozent der als arbeitslos vorgemerkten Personen einen Pflichtschulabschluss, während dem gegenüber nur für 35 Prozent der offenen Stellen Pflichtschulabsolventen gesucht werden. Noch extremer zeigt sich die Schieflage bei Stellen, deren Besetzung Personen mit  Lehrabschluss erfordert. Rund 50 Prozent der beim AMS gemeldeten offenen Stellen erfordern  einen Lehrabschluss, vorweisen können ihn nur rund 32 Prozent der beim AMS als arbeitssuchend gemeldeten Personen.  Diese Schieflage ist eine der Hauptursachen für spätere Langzeitarbeitslosigkeit. Mit der neuen Ausbildungsoffensive ‚Job Aktiv‘ will die Bundesregierung gezielt gegensteuern.

 • Jugendliche bis 18 werden mit 12 Millionen Euro an Ausbildungsmaßnahmen unterstützt

• Jugendliche bis 25 mit 37 Millionen Euro

 ‚Job Aktiv‘ gegen Langzeitarbeitslosigkeit 

Mit ‚Job Aktiv‘ sollen Arbeitssuchende – anders als durch die Aktion 20.000 – auch nachhaltig an einen Job herangeführt werden. Der AMS-Vorstand erhält dazu künftig mehr Handlungsfreiheit bei der Mittelverwendung. Mit dieser Liberalisierung wird ein Wunsch des AMS-Vorstands erfüllt.

 "Ich bin stolz, dass wir mit ‚Job Aktiv‘ Förderungsmaßnahmen verwirklichen können, mit denen vor allem junge und jene arbeitssuchende Menschen, die es besonders schwer haben, einen Job zu finden, bestmöglich unterstützt werden. Wir werden dieses Jahr 79 Millionen Euro mehr in diesem Bereich investieren, was bei einer gleichzeitig sinkenden Zahl von Arbeitslosen eine Erhöhung des Förderbudgets pro Person von zuletzt 3.219 Euro auf 3.633 Euro bedeutet. Das sind pro Kopf 414 Euro mehr, die für personalisierte Ausbildungsmaßnahmen herangezogen werden können", zeigt sich Bundesministerin Mag. Beate Hartinger-Klein erfreut.

 Im Jahr 2018 sind damit für die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit 13 Prozent mehr im AMS-Budget vorgesehen. Auch die Nachfrage an geeigneten Fachkräften besser abzudecken ist ein zentrales Anliegen der Bundesregierung, da dadurch die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs gestärkt und die Arbeitslosigkeit gesenkt wird. Daher ist im Bereich der Fachkräfteausbildung eine Erhöhung des Budgets von drei Prozent vorgesehen.

 "Für eine effiziente Gestaltung der Arbeitsmarktpolitik ist es wichtig, einen nachhaltigen und zielgerichteten Einsatz der zur Verfügung stehenden Mittel sicher zu stellen. Wir wollen daher sinnvolle Maßnahmen setzen und dementsprechend wurde das Budget für dieses Jahr ausgerichtet", erklärt Bundesministerin Hartinger-Klein abschließend.

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