Krassnitzer, Neuhauser, Obonya und ein neuer „Tatort“

Catalina Molina inszeniert neuen ORF-Krimi „Glück allein“ (AT)

Wien (OTS) - Ein Erfolgsduo auf neuem Ermittlungskurs: In den Endspurt gehen die aktuellen Dreharbeiten zum neuesten ORF-„Tatort“, der noch bis morgen in Wien entsteht. „Glück allein“ (AT) heißt der Fall, der Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser derzeit so manches Rätsel aufgibt. Die Dreharbeiten unter der Regie von Catalina Molina führten die beiden heute, am Donnerstag, dem 29. März 2018, auf den Wilhelminenberg – und ebendort zu einem Verhör mit niemand Geringerem als Cornelius Obonya, der heute übrigens seinen 49. Geburtstag feiert.

Mit den Romy-Nominees Thomas Stipsits und Gerti Drassl

In weiteren Rollen stehen u. a. Romy-Nominee Thomas Stipsits und Hubert Kramar sowie das Romy-nominierte „Vorstadtweib“ Gerti Drassl, Dorka Gryllus („Der Metzger“), Magdalena Kronschläger und Günter Franzmeier vor der Kamera. Uli Brée zeichnet zum nunmehr siebenten Mal für ein Drehbuch zu einem ORF-„Tatort“ verantwortlich. Zu sehen ist „Tatort – Glück allein“ (AT) voraussichtlich 2019 in ORF 2. „Tatort – Glück allein“ (AT) ist eine Produktion des ORF, hergestellt von epo-film.

Das Austro-„Tatort“-Jahr 2018

Neben „Die Faust“ steht mit Barbara Eders „Her mit der Marie“ (AT:
„Irgendwann …“) voraussichtlich im Herbst 2018 auch noch ein weiterer rot-weiß-roter Krimi auf dem On-Air-Dienstplan von Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser. Gedreht werden neben „Glück allein“ (AT) noch zwei weitere Fälle.

Harald Krassnitzer: „Ein Psychodrama“

Für Harald Krassnitzer ist „Glück allein“ (AT) bereits der 44. „Tatort“-Fall als Moritz Eisner. „Wir haben es diesmal mit einer sehr feinfühligen Geschichte zu tun und tauchen in das Biotop einer Familie ein. Es geht um einen Nationalratsabgeordneten, dessen Frau tot und dessen Tochter lebensgefährlich verletzt aufgefunden werden, und um diesen Kernpunkt der Story gibt es eine Menge Verstrickungen, eine Menge Verwirrungen und eine Menge ineinander verwobener Verbindungen, die schließlich einen sehr spannenden Fall ausmachen. Ich würde den neuen Film sogar als Psychodrama bezeichnen.“ Wie sich Harald Krassnitzer den großen Erfolg der Austro-„Tatorte“ erklärt? „Hier muss man sicher mehrere Faktoren zusammenzählen. Zum einen erzählen wir außergewöhnliche Geschichten. Zum anderen hat der große Erfolg sicher auch mit dem Team zu tun – mit dem Kernteam um Adele Neuhauser, Hubert Kramar, Thomas Stipsits und mich. Außerdem haben wir das große Glück, dass auch immer wieder hervorragende Schauspieler/innen in Gastrollen bei uns mitspielen, wie diesmal Gerti Drassl und Cornelius Obonya. Und wenn man, wie in diesem Fall, mit jemandem wie Catalina Molina arbeiten kann, werden wir zum Dreamteam. Außerdem laufen wir nicht Gefahr, in einen Inflationszyklus zu geraten, weil wir nur zwei- oder dreimal im Jahr zu sehen sind. So bleibt unser „Tatort“ auch frisch und lebendig, und wir haben auch Zeit, uns immer wieder etwas Neues auszudenken.“

Adele Neuhauser: „Wir ermitteln eigentlich auf eigene Faust“

Adele Neuhauser, die für „Glück allein“ (AT) zum 19. Mal als Bibi Fellner an einen Austro-„Tatort“ gerufen wird, auf die Frage, ob die Arbeit an dieser Krimireihe „Business as usual“ oder doch immer wieder etwas Neues ist? „Ich weiß um meine Figur, ich weiß, wer Bibi Fellner ist und versuche sie auch zu schützen – aber es ist immer anders, weil die Fälle, Konstellationen und Situationen anders sind und sich zum Teil auch die Figuren verändern.“ Neuhauser weiter über den aktuellen Fall: „In dem Moment, in dem wir den Einsatz bekommen, wird uns der Fall auch schon wieder entzogen – wir ermitteln also eigentlich auf eigene Faust, tun aber so, als wären wir eingesetzt. Eine Kollegin hat den Fall übertragen bekommen, und genau daraus entspinnt sich diese neue Geschichte. Es wirkt erst einmal wie ein Mord, was sich dann aber anders darstellt.“ Und abschließend über das „Tatort“-Erfolgsgeheimnis: „Ich habe das Gefühl, dass man uns als Konstellation mittlerweile sehr gerne mag und dieser Charme und Humor, den wir hoffentlich haben, als etwas sehr Besonderes genommen wird. Außerdem glaube ich, dass wir Fälle gewissermaßen anders angehen, vielleicht mit ein bisschen mehr Leichtigkeit, es rennt der Schmäh, und wir trauen uns auch sehr viel.“

Cornelius Obonya feiert am „Tatort“-Set Geburtstag

Zum dritten Mal steht Cornelius Obonya, der heute übrigens seinen 49. Geburtstag feiert, für einen Austro-„Tatort“ vor der Kamera. Obonya findet sich in „Glück allein“ (AT) im prominenten Kreis der Verdächtigen als Nationalratsabgeordneter Raoul Ladurner wieder, dessen vermeintlich idyllisches Familienleben durch einen brutalen Raubüberfall aus den Fugen gerät. „Raoul Ladurner ist eine Persönlichkeit, die das Richtige tut, er ist ein Aufdecker und macht das auch gut. Doch bei ihm persönlich gibt es ein paar Abgründe, und er fühlt sich zunehmend bedroht. Er versucht in der oberen Liga der Politik mitzuspielen, auch wenn er im Grunde gegen sie ist. Ihm geht es nicht um Macht, sondern um das Öffentlich-Machen. Aber wenn man persönlich nicht gefestigt genug ist, können Dinge passieren, derer man nicht mehr Herr wird und die zu einer Art Selbstläufer werden – ohne Möglichkeit, darüber zu reflektieren. Das alles in Kombination mit einer eher narzisstischen, manipulativen Persönlichkeit macht für mich auch genau das Interessante an dieser Rolle aus.“ Und Obonya abschließend über das Austro-„Tatort“-Erfolgsgeheimnis: „Was der österreichische Film bzw. das österreichische Fernsehen schaffen kann, ist eine ganz eigene Mischung aus absoluter Lockerheit und ein bisschen Humor, dem typischen Wiener Schmäh und österreichischem Witz. Die Mischung, sich in bestimmten Facetten nicht ganz ernst zu nehmen, gleichzeitig aber auch tödlich genau zu sein. Und solange diese Waage gehalten wird, wird das wohl immer gerne gesehen.“

Catalina Molina: „Herausforderung, Freude und Bestätigung zugleich“

Catalina Molina, die ihren kriminalistischen Spürsinn bereits beim Salzburger ORF-Landkrimi „Drachenjungfrau“ unter Beweis gestellt hat, feiert mit „Glück allein“ (AT) ihr „Tatort“-Regiedebüt: „Regie bei einem ,Tatort‘ führen zu dürfen, bedeutet für mich, Fernsehfilme mit sehr hoher Qualität und auf hohem Niveau machen zu dürfen, durchaus vergleichbar mit einer Kinoproduktion. Das ist für mich Herausforderung, Freude und Bestätigung zugleich.“ Wie Molina vom Kernteam aufgenommen worden ist: „Ich bin von der ersten Sekunde an sehr schön und großherzig empfangen worden. Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser sind nicht nur ein total eingespieltes Team, sondern verstehen sich auch abseits der Dreharbeiten sehr gut. Und diese Chemie zwischen den beiden spürt man auch im Film. Ich hatte von Beginn an das Vertrauen der beiden, was mich natürlich sehr erleichtert hat. Wir haben eine tolle Stimmung am Set, und ich bin traurig, dass es morgen schon vorbei ist.“

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