Restaurantbesitzer enthielt Teilzeitbeschäftigter ein Drittel des Lohns vor: AK Niederösterreich schritt ein

31 Wochenstunden gearbeitet, nur 20 bezahlt bekommen - AK-Wieser: "Ausstehende Ansprüche für Betroffene erfolgreich eingefordert."

St. Pölten (OTS) - Der Besitzer eines Chinarestaurants im Bezirk Korneuburg hat versucht, eine teilzeitbeschäftigte Abwäscherin um mehr als ein Drittel ihres Lohns zu prellen. Er bezahlte ihr nur 20 Stunden Arbeit die Woche, obwohl sie mehr als 30 arbeitete. „Wir haben das ausstehende Geld erfolgreich für die Betroffene eingefordert“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. 

Nach einem Monat im Chinarestaurant hieß es für die 34-jährige Abwäscherin: „Morgen brauchst du nicht mehr zu kommen“. Für den Monat Teilzeitarbeit gab es 730 Euro – so viel Lohn wäre der Betroffenen für 20 Wochenstunden Arbeit im Lokal zugestanden. Gearbeitet hat sie jede Woche mehr als 30. Die Differenz wurde der Frau aber einfach nicht bezahlt.  

Die Betroffene wandte sich daraufhin an die AK Niederösterreich. Die überprüfte die Abrechnung. Und stellte noch einige Arbeitsrechtsverletzungen fest. Unter anderem hatte der ehemalige Chef die 14-tägige Kündigungsfrist nicht eingehalten. Und die Betroffene zu spät bei der Gebietskrankenkasse abgemeldet. Außerdem hatte er beim Jahreslohnzettel, den er einreichte, einen viel zu geringen Lohn angegeben. 

Die Intervention der ArbeitsrechtsexpertInnen der AK Niederösterreich brachte die Wende für die Arbeitnehmerin. „Der Restaurantbesitzer hat die unbezahlte Arbeitszeit und den Lohn für die zweiwöchige Kündigungsfrist nachbezahlt", so Wieser. Das waren 826 Euro brutto, viel Geld für die Betroffene. 

„Leider sehen wir in unseren Beratungen immer wieder ähnliche Probleme bei Teilzeitbeschäftigten“, sagt Wieser. „Viele arbeiten regelmäßig mehr Stunden als im Vertrag stehen und bekommen diese nicht oder nur zum Teil ausbezahlt.“ Wieser fordert, dass Teilzeitbeschäftigte bei mehr geleisteter Arbeit ab der ersten Stunde Überstundenzuschläge bekommen sollen.

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