„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2018 geht an Sabine Scholl

Übergabe des mit 15.000 Euro dotierten Anton-Wildgans-Preises im Mai 2018 im Haus der Industrie

Wien (OTS) - Die österreichische Schriftstellerin Sabine Scholl erhält den von der österreichischen Industrie gestifteten „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2018. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird bereits seit 1962 von einer unabhängigen Jury vergeben und wird im Mai 2018 vom Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, im Wiener Haus der Industrie überreicht. Die Begründung der Jury für die Auswahl der Schriftstellerin: „Sabine Scholl erzählt in klarer Sprache von Menschen, denen die Sicherheit verloren ging. In präzisen, verknappten Bildern spricht sie über andere Kulturen und betrachtet kritisch die eigene.“

Sabine Scholl, geboren am 28. März 1959 in Grieskirchen, studierte von 1978 bis 1987 Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft an der Universität Wien. 1987 promovierte sie mit einer Arbeit über Unica Zürn zum Doktor der Philosophie. Von 1988 bis 1990 war sie Lektorin an der Universität Aveiro in Portugal. Seit 1990 ist sie freie Schriftstellerin. Als Autorin nahm sie am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 1992 in Klagenfurt teil, 1996 als Mitglied der Jury. Sie nahm Lehraufträge an diversen Hochschulen wahr. Von 1996 bis 2000 lebte sie in Chicago, von 2000 bis 2001 in New York, 2003/04 in Nagoya/Japan und heute in Berlin. Ihr Werk umfasst Romane, Essays, Gedichte, Theaterstücke und Hörspiele. Aus Scholls Feder stammen u.a. „Haut an Haut“, „Die Welt als Ausland. Zur Literatur zwischen den Kulturen“, „Sprachlos in Japan. Notizen zur globalen Seele“ oder „Die Füchsin spricht“. Sabine Scholl ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung und des PEN-Zentrums Deutschland sowie Trägerin zahlreicher renommierter literarischer Preise und Auszeichnungen.

Die unabhängige Jury des „Literaturpreises der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ setzt sich aus Prof. Marianne Gruber (Ehrenpräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur), Univ.-Prof. Dr. Johann Holzner (vorm. Leiter des Brenner-Archivs an der Universität Innsbruck) und Barbara Neuwirth (Schriftstellerin) zusammen. Der Preis wird auf Vorschlag der unabhängigen Jury einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin der jüngeren oder mittleren Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft verliehen, „dessen oder deren Werk von hervorragender Relevanz für die literarische und gesellschaftliche Korrelation unserer Zeit ist.“ Er gehört zu den renommiertesten österreichischen Literaturpreisen. Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich eine Reihe von prominenten Autorinnen und Autoren der Zweiten Republik wie Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Michael Köhlmeier, Arno Geiger, Sabine Gruber, Olga Flor, Norbert Gstrein, Robert Seethaler, Erich Hackl und Margit Schreiner.

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