FPÖ-Pisec gratuliert Jens Weidmann zur Verleihung des Großen Goldenen Ehrenzeichens

„KMU-Betriebe erhalten für ihr erwirtschaftetes Eigenkapital fast keine Rendite mehr“

Wien (OTS) - FPÖ-Bundesrat Reinhard Pisec gratulierte heute dem Präsidenten der Deutschen Bundesbank und potentiellen Nachfolger für den EZB-Vorsitz Jens Weidmann zur Verleihung des Großen Goldenen Ehrenzeichens. „Jens Weidmann wäre ein sehr geeigneter Nachfolger des 2019 aus dem Amt scheidenden italienischen EZB-Vorsitzenden. Er wäre auch Garant dafür, dass die bereits viel zu lange praktizierte Minuszinspolitik der EZB im postkeynesianischen Stil endlich beendet wird“, meinte Pisec.

„Mit der Außerkraftsetzung des freien Marktes für Zinsen für beinahe ein Jahrzehnt ist es bereits zu großen Verwerfungen und Fehlallokationen gekommen, die auch auf gesunden Unternehmen ihre Spuren hinterlassen haben. KMU-Betriebe erhalten für ihr erwirtschaftetes Eigenkapital fast keine Rendite mehr und mit den durch die EZB künstlich gesteuerten negativen Zinsen ist auch die gesamte Bankenlandschaft mit dem Kapitalmarkt unter Druck geraten. Fallende Anleihenkurse werden noch ein weiteres tun“, erklärte Pisec.

„Geringe Bankerträge zeigen sich in der restriktiv gehandhabten Kreditvergabe für Unternehmen, die nicht nur mit den Vorgaben von Basel II/III und MiFID II im Zusammenhang steht. Die Minuszinspolitik gemeinsam mit den Kauf von Staatsanleihen kann auch als direkte, jedoch verbotene Staatsfinanzierung der EZB gedeutet werden, die vor allem den hochverschuldeten südeuropäischen Ländern zugutekommt, aber nicht jenen, die mit einem ausgeglichenem Staatsbudget operieren wollen wie Österreich. Natürlich wäre eine ausgebaute Börse für KMU-Unternehmen in Österreich zur Thesaurierung von Eigenkapital eine Alternative zu Bankkrediten. Nicht ohne Grund hat sich die US-Notenbank bereits vor über einem Jahr für ein Ende der künstlich niedrig gehaltenen Zinsen entschieden - in Europa steht dies noch aus, wäre aber dringend notwendig“, betonte Pisec.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at
http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0002