ORF III am Mittwoch: „Heimat Österreich“ über Ostertradition und regionale Backwerkskunst

Außerdem: „Rätselhaftes Judas-Evangelium“ und „Wo Löwen Aufzug fahren: Das Kolosseum in Rom“

Wien (OTS) - Sein österliches Programm mit Sendungen rund um Tradition, Religion und heimatliche Backwerkskunst setzt ORF III Kultur und Information am Mittwoch, dem 28. März 2018, fort. Den Auftakt machen zwei Ausgaben der Leiste „Heimat Österreich“, beginnend mit „Ostern in und um Stübing“ (20.15 Uhr). Der Film von Wolfgang Niedermair zeigt, wie das steirische Stübing alte Osterbräuche und Traditionen wieder aufleben lässt. So treffen die Stübinger einander jedes Jahr am sogenannten „schmerzhaften Freitag“, dem Freitag vor dem Palmsonntag, um gemeinsam um fünf Uhr morgens Palmbuschen zu binden. Der Volksmund spricht den Palmbuschen, die noch vor Sonnenaufgang gebunden werden, nämlich bis heute eine besondere Wirkung zu. Aber auch andere Rituale werden bis heute gewahrt, etwa das Weihfeuer, das die Kinder am Karsamstag von der Kirche holen. Auch die Tradition des Weihtuches ist nicht vergessen:
Dieses dient dazu, Selchfleisch und Kräuter abzudecken und soll im Sommer sogar Schutz vor Gewitter bieten, sofern es bis dahin nicht gewaschen wurde.
Danach stehen in der Dokumentation „Pinzen, Fladen, süße Zöpfe“ (21.05 Uhr) die kulinarischen Köstlichkeiten der Osterzeit im Mittelpunkt. Eine Zutat steht zu Ostern ganz besonders im Mittelpunkt: die Hefe. Der Pilz, der in Österreich auch Germ genannt wird, macht den Teig flaumig. Ohne ihn wären Osterspezialitäten wie der Kärntner Reindling undenkbar. Ein süßer Hefeguglhupf, gefüllt mit Zucker, Zimt und geriebenen Nüssen, dient als Unterlage für herzhaften Osterschinken mit scharfem Kren. Was für Nicht-Kärntner nach einer gewagten kulinarischen Kombination klingt, ist in Österreichs südlichstem Bundesland Standard. Dort gibt es keine traditionelle Osterjause ohne Reindling. Und wie bei jedem Traditionsgebäck hat jede Familie ihr eigenes Rezept und ihre ganz persönlichen, geheimen Mischverhältnisse. Diesen geht Anita Lackenberger in der Dokumentation auf den Grund.

Danach folgen zwei Ausgaben „ORF III Spezial zu Ostern“, beginnend mit der Dokumentation „Rätselhaftes Judas-Evangelium“ (21.55 Uhr). Als Ketzertext von der noch jungen Kirche verboten, war das Manuskript des Judas-Evangeliums jahrhundertelang verschollen. In der Schweiz ist die verlorengeglaubte Schrift wieder aufgetaucht und könnte Judas, den Verräter aus dem Neuen Testament, in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen – als engsten Vertrauten von Jesus. Regisseur Marc Tschudin begibt sich für den Film auf Spurensuche und zeichnet die spannende Entdeckungsgeschichte und Erforschung des Judas-Evangeliums nach.
Der Abend schließt mit der Produktion „Wo Löwen Aufzug fahren: Das Kolosseum in Rom“ (22.30 Uhr). Im ersten Jahrhundert nach Christus wurde mitten in Rom das größte Amphitheater der Welt errichtet. Kaiser Vespasian, der mit dem Kolosseum seine neu begründete Dynastie legitimieren und das Volk Roms mit Brot und Spielen für sich gewinnen wollte, stellte dafür unbegrenzte Mittel zur Verfügung. Der Dokumentarfilm von Pascal Cuissot und Gary Glassman zeigt in Zusammenarbeit mit Archäologen und Historikern die Bedeutung des Kolosseums als PR-Maschine des Römischen Reichs.

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