Mercer-Analyse zur Performance der Pensions- und Vorsorgekassen: Betriebliche Vorsorge mit guten langfristigen Erträgen

Wien (ots) - Um dem langfristigen Charakter einer betrieblichen Zusatzvorsorge Rechnung zu tragen, analysiert das Beratungsunternehmen Mercer Österreich regelmäßig neben der jährlichen Performance auch die Erträge der heimischen Pensionskassen und Vorsorgekassen über längere Zeiträume von drei, fünf bzw. zehn Jahren.

In der jüngsten Mercer-Analyse der Ergebnisse der überbetrieblichen Pensionskassen für den Zeitraum 2015-2017 belegt die APK Pensionskasse dreimal den ersten Platz. Die APK liegt in den durch ihren Aktienanteil definierten Anlagekategorien "konservativ" (durchschnittliche Jahresrendite 4,50 Prozent), "ausgewogen" (4,67 Prozent) und "aktiv" (5,17 Prozent) vorne. Die VBV-Pensionskasse führt das Ranking in der "defensiven" Kategorie - also jener mit dem geringsten Aktienanteil - mit 3,31 Prozent sowie in der Kategorie "dynamisch" mit 5,91 Prozent an.

Noch etwas besser fallen die Erträge im Fünf-Jahresvergleich von 2013 bis 2017 aus. Hier belegen die Allianz Pensionskasse und die VBV-Pensionskasse zweimal den ersten Platz: Die Allianz führt die Kategorien "ausgewogen" (5,99 Prozent) und "aktiv" (6,27 Prozent) an, die VBV-Pensionskasse die Kategorien "defensiv" (3,72 Prozent) und "dynamisch" (6,57 Prozent). Die beste Performance in der Kategorie "konservativ" erzielt die APK Pensionskasse mit 4,90 Prozent Jahresrendite.

Im langfristigen Vergleich über einen Zeitraum von zehn Jahren ergibt sich folgendes Bild:

Kategorie "defensiv": BONUS (3,24 Prozent)

Kategorie "konservativ": Allianz (3,83 Prozent)

Kategorie "ausgewogen": APK (3,47 Prozent)

Kategorie "aktiv": VALIDA (4,37 Prozent)

Kategorie "dynamisch": VBV (3,49 Prozent)

Bei dieser langfristigen Betrachtung ist zu beachten, dass sie auch die schwere Kapitalmarktkrise 2008 beinhaltet. "Mit einem guten Risikomanagement können sich solche Einbrüche auf den Märkten über einen längeren Zeitraum wieder ausgleichen", erläutert Michaela Plank, Expertin für Betriebliche Altersvorsorge bei Mercer. "Die Performance der besten Pensionskassen ist sowohl kurz- als auch mittel- und langfristig mit über vier Prozent im aktiven Veranlagungsstil mehr als zufriedenstellend." In den Ergebniszahlen sind alle anfallenden Kosten inkludiert.

Für die Analyse werden die jeweiligen Risikokategorien herangezogen, die im Rahmen eines Lebensphasenmodells innerhalb einer Pensionskasse gewählt werden können. Die Kategorien staffeln sich nach dem Aktienanteil im Portfolio von niedrig bis hoch: defensiv, konservativ, ausgewogen, aktiv und dynamisch. Dadurch ergibt sich eine bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse. "Eine Gegenüberstellung der Gesamtportfolien würde ein verzerrtes Bild ergeben, weil die unterschiedlichen Risikoprofile nicht vergleichbar sind", erläutert Plank.

Aktuell profitieren immer noch relativ wenige Arbeitnehmer von den guten Ergebnissen der österreichischen Pensionskassen. Das Vermögen der Pensionskassen (22,3 Mrd. Euro per Jahresende 2017) wird von zehn Anbietern verwaltet. Derzeit erwerben 825.778 aktive Arbeitnehmer Ansprüche auf eine betriebliche Zusatzpension. Hinzu kommen 98.329 leistungsberechtigte Pensionisten.

"Daher ist die neue Bundesregierung gefordert, eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die betriebliche Altersvorsorge zu schaffen. Lösungsansätze wären steuerliche Vergünstigungen für Arbeitnehmerbeiträge oder auch die Verankerung von Pensionskassenlösungen in den Kollektivverträgen.

Denn die Performance im kurz-, mittel- und langfristigen Vergleich zeigt deutlich, dass es nicht viele bis keine Alternativen zu diesem kostengünstigen und performancestarken Vorsorgeinstrument gibt", so Plank.

"Abfertigung Neu" weiterhin durch kurzen Veranlagungshorizont begrenzt

Wesentlich weiter verbreitet sind Ansprüche in Vorsorgekassen, die seit dem Jahr 2003 das Kapital des neuen Abfertigungssystem sowie der Selbstständigenvorsorge investieren. Die acht Anbieter verwalten inzwischen 10,6 Mrd. Euro für 3,37 Mio. Kunden. Aufgrund der gesetzlich vorgesehenen kurzen Mindestbindefrist von drei Jahren wird das Kapital von allen Kassen defensiv angelegt. Trotzdem konnte die Niederösterreichische Vorsorgekasse als bester Anbieter für den Zeitraum von 2015-2017 eine Performance von 2,41 Prozent erzielen, gefolgt von der VALIDA (2,24 Prozent) und der VBV (2,04 Prozent).

Im Fünf-Jahresschnitt liegt die fair-finance an erster Stelle (2,85 Prozent) vor der BONUS (2,65 Prozent) und der BUAK (2,63 Prozent). Bester Anbieter über zehn Jahre ist die BUAK mit 2,45 Prozent pro Jahr vor der VALIDA (2,35 Prozent) und der NÖVK (2,20 Prozent). Zum Vergleich: Im Durchschnitt erzielten die Vorsorgekassen im Zeitraum 2008 bis 2017 eine Verzinsung von 2,09 Prozent.

Mercer-Expertin Plank: "Mit den Ergebnissen der Vorsorgekassen können Arbeitnehmer aufgrund des vorgegebenen kurzfristigen Veranlagungshorizont weitgehend zufrieden sein. Um eine wesentlich höhere Performance zu generieren, müsste man jedoch auf Basis einer längeren Behaltedauer ein langfristigeres Veranlagungskonzept umsetzen."

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