Jetzt für REACH registrieren und damit die Verfügbarkeit von Rohstoffen absichern

Ab 1. Juni 2018 dürfen Rohstoffe, die nicht nach der EU-Chemikalienverordnung REACH registriert sind, weder hergestellt, importiert, vermarktet noch verwendet werden

Wien (OTS) - Die Wirtschaftskammer Österreich zeigt sich über die zukünftige Verfügbarkeit von Rohstoffen besorgt und erinnert einmal mehr daran, dass für Unternehmen mit einer wesentlichen Frist am 1. Juni 2018 viel am Spiel stehen kann.

 Denn ab 1. Juni 2018 dürfen Rohstoffe, die nicht nach der EU-Chemikalienverordnung REACH registriert sind, weder hergestellt, importiert, vermarktet, noch verwendet werden. Die Vorbereitung einer REACH-Registrierung ist jedoch sehr aufwendig und kostspielig. Man benötigt in der Regel einige Monate Vorbereitungszeit.

 Betroffen können kleine Handwerker oder Händler genauso wie große Industrieunternehmen sein. Auch wenn REACH eine Chemikalienverordnung ist, betrifft diese keinesfalls nur die klassischen Chemiebetriebe. Der Kreis der Betroffenen ist viel weiter, besonders jetzt in der Endphase, in der Tausende Stoffe registriert werden sollten. Unternehmen sollten nun rasch handeln und mit Kunden und Lieferanten Klartext über die zukünftige Verfügbarkeit individueller Rohstoffe sprechen! Für besonders kritische Rohstoffe können sich eventuell Lagerbestände, die noch vor dem 1. Juni angelegt wurden, lohnen.

 Die Wirtschaftskammer Österreich bietet seit Beginn der REACH-Verordnung im Jahr 2007 Unterstützungsmaßnahmen an. Diese stellen für die österreichischen Unternehmen nützliche und erprobte Hilfen dar. Im Zusammenhang mit der REACH-Registrierung sind dies insbesondere:

Laut EU-Schätzungen sollten seit 2008 und bis zum 1. Juni 2018 mindestens 30.000 Rohstoffe registriert sein. Alarmierend ist nun die Tatsache, dass dies derzeit lediglich nur für rund 13.500 der Fall ist. Eine verabsäumte Registrierung kann allerdings eine ganze Wertschöpfungskette stilllegen. Viele Rohstoffe sind nicht einfach ersetzbar, eine Prozessumstellung kann Monate oder gar Jahre dauern. Betroffen wären somit Hersteller, Importeure, Händler und Verwender, aber auch private Haushalte. (PWK221/JHR)

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