ÖBB: SPÖ-Kärnten fordert von BM Hofer Klarstellung und Bekenntnis zu Kärnten

Seiser, Ebner: Will Hofer Kärnten für FPÖ-lose Koalitionsverhandlungen bestrafen? Neben Verzögerung bei Koralmtunnel fehlen Zusagen zu weiteren Infrastrukturmaßnahmen.

Klagenfurt (OTS) - "Will sich Infrastrukturminister Hofer allen Ernstes dafür rächen, dass die Koalitionsverhandlungen in Kärnten ohne FPÖ stattfinden und dafür Kärnten bestrafen, indem wichtige Infrastrukturprojekte auf die lange Bank geschoben oder gar abgesagt werden!?“ Diese Frage stellt SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser. Grund dafür seien nicht nur die plötzlich beinahe gleichzeitig mit den auftretenden und zeitverzögernden geologischen Probleme beim Koralmtunnel bekannt gegebenen Einsparungsplänen bei den ÖBB.

Wie der Infrastruktursprecher der SPÖ-Kärnten, LAbg. Manfred Ebner, heute, Montag, erläutert, wurde nun seitens der ÖBB bzw. des für sie verantwortlichen Infrastrukturministeriums auch entschieden, notwendige und bereits zugesagte Investitionen für den Ausbau des Logistic Center Austria South in Villach Fürnitz zu einem internationalen Verschiebebahnhof, ins Jahr 2027 zu verschieben. „Das obwohl das größte türkische Logistik-Unternehmen ECOL die Österreichzentrale in Fürnitz gegründet hat und den Betrieb enorm forcieren will“, zeigt sich Ebner verwundert. Er verweist darauf, dass vor diesem Hintergrund bereits im Vorjahr mit der ÖBB-Infra Pläne entwickelt wurden, ua um einen neuen attraktiven Kran zu installieren. „Jetzt ist sogar davon die Rede, den alten Kran ersatzlos abzubauen, was einer Amputation des Standortes gleichkomme, für dessen Ausbau es ja auch vielversprechende Gespräche mit den großen Adriahäfen, dem Hafen in Antwerpen und den Trockenhafen in Duisburg gab“, so Ebner weiter.

Aber auch was den Personenverkehr per Bahn betrifft, lasse die neue Bundesregierung und Infrastrukturminister Hofer notwendige zusagen und Bekenntnisse vermissen. So solle es gemäß interner Informationen laut Ebner für die Haltepunkte für Fernverkehrszüge im Lavanttal und in Kühnsdorf trotz positiver Prüfungs-Ergebnisse der ÖBB lediglich eine Markterkundung geben, wurde bis dato weder eine Vergabeverfahren eingeleitet noch eine Finanzierungssicherung vorgenommen. „Fahrplanmäßige Stopps nur am Tagesrand wären insbesondere für eine der führenden Tourismusdestinationen, die Region Südkärnten-Klopeinersee mit dem Bahnhof Kühnsdorf, eine enorme Schwächung“, macht Ebner aufmerksam.

Schließlich fehle seitens des Infrastrukturministers auch ein Bekenntnis und eine Zusage, das auf Basis eines Schulterschlusses zwischen den Kärntner Landtagsparteien und der Wirtschaft beschlossene Maßnahmenpakt zum Schutz der Kärntner Bevölkerung vor Güterbahnlärm im Zentralraum zwischen Klagenfurt und Villach, Schritt für Schritt umzusetzen.

„Wir verlangen im Interesse der Kärntner Bevölkerung und der Kärntner Wirtschaft sowohl von Bundeskanzler Kurz als auch von Finanzminister Löger und Infrastrukturminister Hofer eine an Klarheit nichts zu vermissen lassende Aus- und Zusage, diese wie auch andere für die positive Entwicklung Kärntens und damit Österreichs notwendigen Infrastrukturinvestitionen umzusetzen. Wie immer geartete Bestrafungsabsichten für dem Bund nicht genehme Koalitionsverhandlungen, wären nicht nur kindisch und unprofessionell sondern würden sich ihrerseits irgendwann rächen“, so Seiser und Ebner abschließend.  

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