Offener Brief an Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein: Abschaffung der eugenischen Indikation längst fällig

Offener Brief an Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein: Abschaffung der eugenischen Indikation längst fällig

Wien/Linz (OTS) - Anlässlich des internationalen Welt-Down-Syndrom-Tages am 21.3. demonstrierte die „Jugend für das Leben“ gegen die im österreichischen Gesetz verankerte eugenische Indikation. Diese ermöglicht die Abtreibung von Kindern mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung schon bei einer bloß verdächtigen Diagnose bis zur Geburt. Die Jugendlichen versammelten sich dazu vor der Hofburg, in der das Parlament derzeit tagt, und forderten die längst überfällige Abschaffung der Spätabtreibung.

9 von 10 Kindern werden abgetrieben

In Österreich werden 9 von 10 Kindern mit Down Syndrom vor der Geburt – oft durch Spätabtreibung – getötet. "Dabei können diese Kinder ein ebenso erfülltes Leben führen und sich wunderbar entwickeln, wenn man sie fördert", erklärt Myroslava Mashkarynets, Sprecherin der Jugend für das Leben. "Sie sind herzliche und ehrliche Menschen und brauchen weder unser Mitleid noch eine Sonderstellung, sondern Annahme und Geborgenheit. Dass zum Beispiel ein extra Chromosom über Leben und Tod eines bereits völlig entwickelten Kindes entscheiden kann, ist ein erschreckendes Armutszeugnis unserer Gesellschaft."

Eugenische Indikation ist Stolperstein für Inklusion

Die eugenische Indikation, die die Abtreibung von Kindern mit Behinderung bis zur Geburt ermöglicht, sei ein Stolperstein auf dem Weg zur vollständigen Inklusion von Menschen mit Behinderung, denn „sie wirkt allen politischen Bestrebungen für die die Inklusion von Menschen mit Behinderung entgegen“, so Mashkarynets. „Schon den kleinen Kindern bringen wir bei, alle Menschen zu achten. Es gibt Integrationsklassen, tolle Einrichtungen für die Unterstützung von Menschen mit Behinderung und viele Projekte für deren Inklusion. Das muss auch am Lebensanfang geschehen.“

Dringender Appell an Politiker: Spätabtreibung endlich abschaffen!

Für diese gesetzliche Diskriminierung durch die eugenische Indikation wurde Österreich bereits 2013 von der UN-Staatenprüfung in Genf scharf kritisiert. Die „Jugend für das Leben“ appelliert in einem offenen Brief an die politischen Entscheidungsträger, diese schwerwiegende Diskriminierung endlich zu beseitigen. Die neue Regierung hat in ihrem Regierungsprogramm festgelegt, eine „parlamentarischen Enquete zum Thema der eugenischen Indikation und zur Verhinderung von Spätabtreibungen“ zu organisieren.

Der Offene Brief ist in voller Länge unter:

Offener Brief - Abschaffung der eugenischen Indikation

zu finden.

Offener Brief an Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein: Abschaffung der eugenischen Indikation längst fällig - im Anhang

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Jugend für das Leben
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