Gewerkschaft für gesünderes Essen in Kindergärten mit dem Bestbieterprinzip

vida-Tusch unterstützt Greenpeace-Forderung nach nachhaltig produzierten Schulmahlzeiten – auch Ausbildung und Beschäftigung profitieren davon

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace verlangt laut einem Bericht von ORF-Online mehr regionale Kost und weniger fleischhaltige Mahlzeiten in Österreichs Kindergärten und Schulen. Dafür brauche es verpflichtende Vorgaben seitens der Politik. Die Dienstleistungsgewerkschaft vida unterstützt diese Forderung und geht noch einen Schritt weiter: „Wenn wir hochwertigeres Essen im Sinne einer gesunden Entwicklung unserer Kleinsten und Jugendlichen in den Kindergärten und Schulen haben wollen, ist es unerlässlich, in Zukunft bei öffentlichen Auftragsausschreibungen verpflichtend das Bestbieter- anstatt des Billigstbieterprinzips anzuwenden“, fordert Berend Tusch, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Tourismus. 

Fast jedes dritte Kind, das in Österreich die dritte Klasse Volksschule besucht, ist laut einer WHO-Studie übergewichtig. „Nicht nur, dass die SchülerInnen und Lehrlinge von heute, die gesunden Berufstätigen von morgen sein sollen und die geforderten Maßnahmen zu mehr Nachhaltigkeit und zu positiven Auswirkungen für die Umwelt führen würden. Mit der Anwendung des Bestbieterprinzips haben nachhaltig und biologisch produzierende Betriebe erst eine Chance, bei Ausschreibungen auch als Gewinner hervorgehen zu können“, gibt Tusch zu bedenken.          

„Denn Cateringbetriebe und Küchenbetreiber, die biologisches Essen anbieten, haben natürlich höhere Produktionskosten als solche, die billigere und massengefertigte Produkte verarbeiten“, so der vida-Gewerkschafter. „Vom Bestbieterprinzip würden letztlich alle profitieren, da bei derartigen Ausschreibungen auch Kriterien wie beispielsweise der Ausschluss von Lohn- und Sozialdumping oder das zur Verfügungstellen von Ausbildungsplätzen und die Beschäftigung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Voraussetzung sein müssten“, bekräftigt Tusch abschließend.

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