Waitz: Schluss mit Tiertransporten in Länder ohne Tierschutzbestimmungen

Österreichs Verantwortung darf nicht an Grenze enden

Straßburg/Wien (OTS) - Wie die Tierschutzorganisation VGT aufgedeckt hat, werden Kälber aus österreichischen Milchviehbetrieben, die zur Mast nach Italien oder Tschechien exportiert wurden, später oft unter desaströsen Transportbedingungen in Drittländer verfrachtet, in denen es keine oder keine vergleichbaren Tierschutzstandards gibt. Sie werden dort meist unter grausamen Bedingungen geschlachtet bzw. nach ihrer Ankunft oft unter völlig unzureichenden Bedingungen gehalten.

Nach einem Gerichtsurteil des EuGH vom 23. April 2015 – C-424/13 darf der im EU-Recht vorgesehene Schutz von Tieren beim Transport nicht an den Außengrenzen der Union enden. Die EU-Bestimmungen werden jedoch selten kontrolliert und tausendfach nicht eingehalten.

Thomas Waitz, Mitglied der „Intergroup on the Welfare and Conservation of Animals” des Europäischen Parlaments und Abgeordneter der Grünen: „Die unzähligen Transporte sind der Exportorientierung der europäischen Agrarpolitik geschuldet. Tiere haben keinen Wert mehr und sind Massenware. Die Bauern werden mit 60-70 Euro pro Kalb abgespeist, die Kälber dann auf der Basis von Palmöl statt mit Milch gemästet. Dieses System muss drastisch verändert werden.“

Zunächst jedoch müsse Österreich seine Verantwortung für den Tierschutz auch außerhalb seiner Grenzen wahrnehmen. „Solange nicht sichergestellt ist, dass unsere zwei Wochen alten Kälber nicht später auf einem Schiff im Mittelmeer landen, wo sie unsäglichen Tierquälereien ausgesetzt sind, müssen diese Exporte gestoppt werden“, so Waitz.

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Referentin für Agrarpolitik - MEP Thomas Waitz
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