AK: Statt Geld streichen, mehr Geld für Integration an Schulen!

40 Millionen weniger für Sprachförderung, wie es Bildungsminister Heinz Faßmann plant, nimmt vielen Kindern Chancen

Wien (OTS) - „Bildungsminister Heinz Faßmann setzt den Sparstift im Bildungsressort am falschen Fleck an. Schulen mit höherem Förderbedarf brauchen mehr Geld für Sprachförderung“, sagt AK Präsident Rudi Kaske. „Die Chancen auf Bildung sind ohnehin noch immer ungerecht verteilt. Die Schule muss einspringen, wo die Eltern nicht helfen können“, fordert Kaske. „Deshalb muss die Zuteilung von dringend benötigten Zusatzmitteln an die Schulen nach einem Chancenindex erfolgen, der den sozialen Hintergrund der Schulkinder berücksichtigt.“

„Nach der Kürzung von AMS-Mitteln für die Arbeitsmarktintegration (Integrationsjahr), will die Bundesregierung nun auch die Mittel für die schulische Integration halbieren und umwidmen“, kritisiert Kaske. „Damit werden sämtliche integrationspolitischen Bemühungen der letzten Jahre mit einem Schlag zu Nichte gemacht.“

Der bisher mit 80 Millionen Euro dotierte Integrationstopf soll ab dem Schuljahr 2018/19 auslaufen, stattdessen werden ab 2019 dann 40 Millionen Euro allein für das Projekt "Deutschklassen" budgetiert. „Das kommt einem integrationspolitischen Kahlschlag auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen gleich“, sagt Kaske. Denn die Finanzierung von SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und integrativen Sprachförderkräften stehe mit der Streichung des Integrationstopfs in den Sternen – gerade sie seien aber für eine nachhaltige Integration von Kindern an Schulen immens wichtig, so Kaske.

"Unser Anliegen ist chancengerechte Bildung für alle. Statt die Mittel für die Integration zu kürzen, bräuchte es vielmehr eine gezielte Ausweitung der Mittel für jene Schulen, die höheren Förderbedarf aufweisen", sagt der AK Präsident, "der AK-Chancenindex bietet dafür ein bereits in der Praxis bewährtes Modell". Zudem bezweifelt Kaske, „dass sich mit weniger Mitteln wirklich die Vielzahl neuer Deutschklassen finanzieren lassen. Eine bessere Integration ist damit jedenfalls nicht zu erwarten.“

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