Grüne Wien/Ellensohn, El-Nagashi: Schwarz-Blau möchte Integration an Schulen unmöglich machen

Kürzungen bei Integrationsjahr gehen auf Kosten aller Kinder, Eltern und LehrerInnen

Wien (OTS) - „Schule kann mehr. Neben dem Zugang zu Wissen fördern Schulen den Austausch unter Kindern und Jugendlichen. In Schulen kommen Kinder aus armen und reichen Familien zusammen, Kinder mit zum Teil unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Das ist ein klarer Vorteil, weil sie dadurch lernen über ihren Horizont zu blicken. Mehr als sie es in jedem Wertekurs oder sonstigem jemals tun würden“, sagt David Ellensohn, Bildungssprecher der Grünen Wien. „Die geplanten getrennten Deutschklassen sowie alle anderen Einsparungen im Schulwesen würden genau diesen Mehrwert von Schulen zunichte machen.“ 

Laut Medienberichten soll es in Zukunft deutlich weniger Geld und Betreuung an den Österreichs Schulen geben. Allen voran betrifft das die Gelder des Integrationstopfes, die bisher 80 Millionen Euro ausmachten. „Das bedeutet weniger SozialarbeiterInnnen an Schulen, weniger SchulpsychologInnen und weniger bis keine interkulturellen Teams. LehrerInnen und SchülerInnen bekommen kaum noch Unterstützung bei persönlichen und sprachlichen Hürden. Man überlässt die sogenannten Brennpunktschulen sich selbst. Und das nicht nur auf Kosten jener, die noch Deutsch lernen müssen. Sondern auf Kosten aller Kinder, Eltern und LehrerInnen“, so die Integrationssprecherin der Grünen Wien, Faika El-Nagashi.  

„In Wien leben wir seit Jahren das Prinzip „Integration ab Tag Eins“ bei der Integrationspolitik. Egal ob Kindergartenkind oder PensionistIn, jeder und jede in dieser Stadt soll die Möglichkeit bekommen sich zu entwickeln, Deutsch zu lernen und sich in der Gemeinschaft einzubringen. Schwarz-Blau möchte genau das unmöglich machen. Sie möchte Erwachsene in Kasernen sperren und Kinder in eigene Deutschklassen verfrachten. Diese Regierung möchte niemandem Chancen geben und den Austausch fördern. Sie möchte nur eines: Die Gesellschaft auf dem Rücken der Ärmsten und Schwächsten spalten“, schließt El-Nagashi.


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