Erklärung des Außenministeriums und der Generalstaatsanwaltschaft der Republik Aserbaidschan über Sumgait-Ereignisse von 1988

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Wien (OTS) - Als Reaktion auf die Stellungnahme des armenischen Botschafters Kirakossian, die am 27. Februar 2018 in der APA über Ereignisse in Sumgait im Jahr 1988 veröffentlicht wurde, möchte die Botschaft der Republik Aserbaidschan auf die folgenden Punkte aufmerksam machen.

Es ist bedauerlich, dass der armenische Botschafter es nicht vermeidet, auf falsche historische Erzählungen zu verweisen und die internationale Gemeinschaft von der dauerhaften Aggression und der Besetzung Armeniens fast eines Fünftels des Territoriums Aserbaidschans abzulenken. Diese Aggression wurde durch die berüchtigten ethnischen Säuberung und anderen schweren Verstößen gegen die zwingenden Normen des Völkerrechts begleitet.

Wäre der armenische Botschafter wirklich an einer echten Wahrheitssuche interessiert, hätte er nicht stillschweigend über die Tatsache gesprochen, dass der Gerichtshof im Laufe eines Strafverfahrens über die Ereignisse in Sumgait einen der Organisatoren und führenden Persönlichkeiten in den Inter-ethnische Zusammenstößen, die das Leben von 26 Armeniern und 6 Aserbaidschanern forderten, Herr Edward Grigorian war. Der Armenier und gebürtiger Sumgaiter, der die Morde und die Gewalt persönlich führte. Der armenische Botschafter hätte daran erinnern sollen, dass die sowjetische Generalstaatsanwaltschaft zu dieser Zeit die Untersuchung von Strafsachen im Zusammenhang mit diesen Zusammenstößen aus unbekannten Gründen ausgesetzt hatte und dass Herr Grigorian, der vom Gerichtshof zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, nach Armenien überstellt und sofort nach der Auflösung der Sowjetunion freigelassen wurde. Diese und andere Tatsachen bezeugen den vorgeplanten, organisierten Charakter der Ereignisse in Sumgait, die von den armenischen Ideologen und ihren externen Unterstützern entworfen und inszeniert sowie von armenischen extremistischen Organisationen, wie "Krunk", durchgeführt wurden, mit dem Ziel den Angriff gegen Aserbaidschan zu rechtfertigen. Die Rolle des sowjetischen KGB beim Anregen der Provokationen in Städten auf der ganzen Sowjetunion, einschließlich in Sumgait ist ein Geheimnis aus eigenen Gründen.

Am wichtigsten ist, dass viele Täter der Zusammenstöße in Sumgait vor Gericht gestellt wurden. Im Gegensatz dazu wurde in Armenien niemand wegen der brutalen Tötung von Hunderten von Aserbaidschanern während ihrer Zwangsdeportation aus Armenien in den Jahren 1987-1989 und den anderen grausamen Verbrechen, die während des Krieges gegen die Aserbaidschaner verübt wurden, einschließlich während des Massakers der Aserbaidschaner, in der Stadt Khojaly in der Region Berg-Karabach in Aserbaidschan, die im Februar 1992 stattgefunden hat, verfolgt.

Und schließlich, um die wahren Drahtzieher der Ereignisse in Sumgait vor Gericht zu bringen, wurden im März 2010 auf Erlass des Präsidenten der Republik Aserbaidschan die Ermittlungen erneuert und zu einem einzigen Strafverfahren zusammengefasst.

Falls der armenische Botschafter die Ansicht Aserbaidschans über das Hindernis des erfolgreichen Erreichens des lang erwarteten Friedens und der Versöhnung zwischen den beiden Ländern, aus dem Grund der Straflosigkeit der Täter des Verbrechens, der im Verlauf des Konflikts vollführt wurde, teilt, wird er von uns eingeladen seine provokative Tätigkeit zu beenden, seine Mut und politischen Willen anhand der Beteiligung an der umfangreichen Recherche, Strafverfolgung und Bestrafung für alle ernste Verstöße zu demonstrieren.

Gemeinsame Erklärung des Außenministeriums und der Generalstaatsanwaltschaft der Republik Aserbaidschan über Sumgait-Ereignisse von 1988: http://www.mfa.gov.az/news/909/5497

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