Vana: "Frauenrechte müssen im Fokus von Handelsabkommen stehen"

Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen hat besonders negative Auswirkungen auf Frauen

Straßburg (OTS) - Das Europaparlament wird heute voraussichtlich einen Bericht beschließen, der die Gleichstellung der Geschlechter in Handelsabkommen fordert. Derzeit sind 27 EU-Handelsabkommen in Bearbeitung oder stehen kurz vor der Unterzeichnung. Frauenrechte werden nur in 20 Prozent der bestehenden Abkommen erwähnt. Das kritisiert die Vizepräsidentin der Grünen Fraktion im Europaparlament, Monika Vana:



„Besonders viele Frauen arbeiten im Dienstleistungssektor und sind damit die Hauptbetroffenen von Handelsabkommen. In den meisten EU-Handelsabkommen werden sie aber mit keinem Wort erwähnt. Wir müssen es zu unserer Aufgabe machen, den Erfolg von Handelspolitik daran zu messen, ob sie auf beide Geschlechter gleichermaßen positive Auswirkungen hat und grundsätzlich zu mehr Gleichheit in der Gesellschaft beiträgt.

Wir Europaabgeordnete fordern deshalb, die Gleichstellung der Geschlechter in den Handelsabkommen zu fördern, um so die Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern zu verbessern. Das geschlechtsspezifische Lohngefälle muss verringert und hochwertige Arbeitsplätze für Frauen müssen gefördert werden. Weitere zentrale Forderung ist, dass Handelsverträge die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen nicht fördern dürfen. Das hätte besonders negative Auswirkungen auf Frauen als Nutzerinnen und Erbringerinnen von Dienstleistungen.“


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Mag. Dominik Krejsa, MA
Pressesprecher Dr. Monika Vana, MEP
Grüner Klub im Parlament
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