„ORF III Kulturdienstag“: „erLesen“ mit Heinz Fischer, Marko Feingold, Gerhard Jelinek und Gudula Walterskirchen

Außerdem: „Erbe Österreich“ über Donaukanal, Dokus „Die Adria der Habsburger“ und „Kaiserstadt Bad Ischl“ in „Mythos Geschichte“

Wien (OTS) - Am „ORF III Kulturdienstag“, dem 13. März 2018, steht zunächst im Rahmen des umfangreichen ORF-Schwerpunkts „1938 – Der ‚Anschluss‘“ (Details unter presse.ORF.at) das Büchermagazin „erLesen“ mit einer neuen Ausgabe auf dem Programm (20.15 Uhr). Was kann man aus dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich vor 80 Jahren sowie dessen schrecklichen Folgen lernen? Diese Frage stellt Heinz Sichrovsky seinen Gästen: Altbundespräsident Heinz Fischer, Zeitzeuge Marko Feingold, Journalist Gerhard Jelinek sowie Historikerin und Publizistin Gudula Walterskirchen. Heinz Fischer hat die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg selbst miterlebt. Er erzählt von seinen Erinnerungen und spricht über das Buch „1848 – 1918 – 1938“, das er gemeinsam mit Hannes Androsch und Bernhard Ecker verfasst hat. Marko Feingold ist der älteste Holocaust-Überlebende Österreichs und feiert im Mai seinen 105. Geburtstag. Im Buch „Wer einmal gestorben ist, dem tut nichts mehr weh“ blickt der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg auf sein leidgeprüftes Leben zurück. Mit den dreißig Tagen bis zum Untergang beschäftigt sich ORF-Journalist und Autor Gerhard Jelinek in seinem Werk „Es gab nie einen schöneren März“. Darin skizziert er Ereignisse auf Haupt-und Nebenschauplätzen in aller Welt und zeichnet das faszinierende Panorama einer Zeit im Crescendo. Kritisch begegnet Historikerin und Publizistin Gudula Walterskirchen der Geschichtsschreibung. In ihrem neuesten Buch „Die blinden Flecken der Geschichte“ versucht sie sich an einer Richtigstellung der Geschehnisse von 1927 bis 1938. Gewisse Betrachtungen seien fehlerhaft, wichtige Fakten ausgelassen und Ereignisse einseitig dargestellt.

Danach ist in „Erbe Österreich“ mit „Der Donaukanal“ (21.05 Uhr) Folge zwei der dreiteiligen Dokumentarfilmreihe „Wiener Wässer“ von Ronald und Roswitha Vaughan zu sehen. Die Donau und ihre Nebenarme waren nicht immer so ruhige Gewässer, wie es vielleicht den Anschein hat. Lange war der Fluss ein unbändiger Strom, der sich wild einen Weg durch Wien bahnte. Erst im Zuge einer Regulierung entstand der rechte Donauarm, der heutzutage als der sogenannte „Donaukanal“ bekannt ist. Der Film beleuchtet seine Geschichte und seine Bedeutung in der Wiener Stadtgeschichte.

Zum Abschluss des Abends präsentiert „Mythos Geschichte“ zwei Dokumentationen, die sich mit beliebten Urlaubsdestinationen ehemaliger österreichischer Monarchen auseinandersetzen. Den Auftakt macht „Die Adria der Habsburger“ (21.55 Uhr). Darin entführt das Regie-Duo Alfred und Stephanie Ninaus u. a. nach Opatija, Lovran, Lošinj, Rijeka und Portorož – allesamt Städte, in denen die k. u. k. Prominenz des 19. Jahrhunderts Erholung suchte. Weiter geht es mit „Kaiserstadt Bad Ischl“ (22.45 Uhr) von Günther Madlberger. Der Film zeigt die historische Größe und die Schönheit des oberösterreichischen Kurorts. Kaiser Franz Joseph I. verbrachte hier stets seine Sommerfrische, und so wurde Bad Ischl für mehrere Wochen pro Jahr Mittelpunkt der Monarchie.

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