Lohnschere – Yildirim kritisiert Schramböck und fordert volle Lohntransparenz

Wien (OTS/SK) - Kritik an den frauenpolitischen Aussagen von Wirtschaftsministerin Schramböck in der gestrigen „Pressestunde“ übt die Tiroler SPÖ-Abgeordnete Selma Yildirim. „Die Lohnschere ist nach wie vor weit offen. Österreich liegt im EU-Vergleich am unteren Ende bei den Einkommensunterschieden. In Tirol etwa verdienen Frauen bei ganzjähriger Vollzeitarbeit rund 21 Prozent weniger als Männer“, schildert die SPÖ-Landesfrauenvorsitzende und Nationalrätin. „Dass sich die ÖVP-Wirtschaftsministerin unter diesen Bedingungen negativ zu einer Einkommenstransparenz äußert, finde ich daher höchst bedenklich“, so Yildirim. ****

Mehr Frauen für technische Berufe zu begeistern und – möglicherweise prekäre - Heimarbeit zu forcieren, das sei sicherlich zu wenig, so die SPÖ-Abgeordnete zu Schramböcks Aussagen. „Wenn wir so weitermachen, reden wir in 100 Jahren immer noch von der nicht vorhandenen Gleichberechtigung und einer offenen Lohnschere. Wir brauchen progressive und auch gesetzliche Schritte, sonst kommen wir nicht weiter“, kritisiert Yildirim den schwarz-blauen Kurs der Bundesregierung in der Frauenpolitik.

Sie fordert volle Lohntransparenz aber auch eine Neubewertung von Arbeit, damit „Frauenbranchen“ aufgewertet werden. Als Beispiel verweist sie auf Island, „das Land mit der höchsten Gleichberechtigung“. Dort gilt nun eine gesetzliche Verpflichtung für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. (Schluss) sc/ah/mp

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