WKÖ-Schultz: Rahmenbedingungen bei Forschung und Innovation jetzt entschlossen verbessern!

FFG wichtiger Innovations-Partner für heimische Unternehmen

Wien (OTS) - „Unsere Betriebe erschließen mit Innovation neue Marktpotentiale und haben letztes Jahr mehr als sieben Milliarden Euro in Forschung und Innovation investiert. Die Wirtschaftskammer und die FFG unterstützten sie dabei. Mit fast 3.800 FFG-geförderten Einzel- und Kooperationsprojekten und 381 Millionen Euro an Unternehmen ausbezahlten Fördermitteln im Jahr 2017 ist die FFG die wichtigste, eine effiziente und eine verlässliche F&E-Fördereinrichtung für die innovativen heimischen Betriebe, betonte heute, Donnerstag, WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz. Auch die im Vorjahr an Innovationspartner der Wirtschaft ausbezahlten Mittel sowie die F+E-Budgets des Innovationsministeriums, des Wirtschaftsministeriums und der Nationalstiftung in Höhe von 170 Millionen Euro sind gut investiert. „Das stärkt die Innovations- und Kooperationsfähigkeit und hilft heimischen Unternehmen schneller als die Konkurrenz mit Neuheiten auf den Markt zu kommen und die Basis für den künftigen Exporterfolg und eine steigende Beschäftigung zu legen“, so Schultz anlässlich der Präsentation der Jahreszahlen 2017 der FFG in Wien. 

 Österreich mit Fortschritten im Innovationsbereich

 Es sei erfreulich, so Schultz, dass eine Reihe von Fortschritten Österreichs - was den Innovationsbereich anlangt - sichtbar sind. Aus Sicht der WKÖ-Vizepräsidentin zählt hierzu u.a. die Verbreiterung der Innovationsbasis auf mehr als 4.600 Unternehmen, die zu den Kunden der FFG zählen. Deren Zahl steigt auch durch Start-Ups und die Ansiedlung von F&E-intensiven Betrieben in Österreich. Auch die Erfolge bei EU-Förderungen für Forschung und Innovation zählen dazu. Denn Österreich konnte seit dem Start des aktuellen EU-F&E-Förderprogramms „Horizon 2020“ insgesamt rd. 780 Mio. Euro lukrieren, von denen 282 Mio. Euro an Unternehmen fließen. „Gemeinsam mit den herausragenden Exporterfolgen vor allem der innovationsstärksten Branchen Österreichs, nämlich der Maschinen- und Produktionstechnologie, IKT, der Energie- und Umwelttechnologie sowie Verkehrstechnologie- und Life Science Produkte, präsentieren wir uns gut aufgestellt“, so Schultz.

 Handlungsfelder bei Zukunftsinvestitionen, Qualifizierung in technisch-wissenschaftlichen Berufen

 Die „Innovations-Hausaufgaben“ sind aus Sicht der WKÖ-Vizepräsidentin aber noch nicht erledigt. Denn die Konkurrenz in Asien und anderen europäischen Ländern schlafe nicht, Österreich sei gefordert, sich für die Zukunft eine gute Position zu erarbeiten.  Es gilt jene Zukunftsinvestitionen zu forcieren, zu denen auch die Wirtschaft ihren Beitrag durch eine weitere Anhebung der betrieblichen F&E-Investitionen leisten wird. Für die Planung von morgen sind heute Festlegungen zu treffen, in dem im kommenden Bundesfinanzrahmengesetz klare budgetäre Vorbereitungen getroffen werden. Gleichzeitig benötigt der heimische Innovationsstandort weitere Anstrengungen bei der Qualifizierung in technisch-wissenschaftlichen Berufen und digitalen Kompetenzen, wie sie die Bundesregierung zuletzt angekündigt hat. Der Mangel an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellt heute schon den Aufschwung in Frage. Drittens, müssen in einer künftigen FTI-Strategie die Rahmenbedingungen für immaterielle Vermögenswerte, Dienstleistungs- und Prozessinnovation, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle verbessert werden, damit diese eine stärkeren Beitrag zu Wohlstand und Beschäftigung leisten können.

 „Der Strukturwandel, der sich in Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft vollzieht, muss zu einer höheren Innovationsintensität der Wirtschaft führen. Deshalb müssen wir die Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation in drei Bereichen entschlossen weiterentwickeln“, so Schultz abschließend. (PWK160/us)  

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