NEOS: Österreich muss Empfehlungen der EU-Kommission zu Pensionen endlich umsetzen

Gerald Loacker: „Nur ein Pensionsautomatismus garantiert die finanzielle Nachhaltigkeit des heimischen Wohlfahrtsstaates und ein enkelfittes Pensionssystem.“

Wien (OTS) - Der Länderbericht der Europäischen Kommission lässt auch dieses Jahr kein gutes Haar am österreichischen Pensionssystem. Die demographische Entwicklung mit einer steigenden Lebenserwartung und niedrigen Geburtenraten führe zu einem noch größeren Handlungsbedarf als bisher angenommen. „Das Pensionssystem ist schrottreif und die ÖVP-FPÖ-Regierung macht keinerlei Anstalten, endlich eine nachhaltige Reform anzugehen. Dass dieses Verhalten schlichtweg unverantwortlich ist, zeigt nun auch die EU-Kommission. Wenn wir nicht endlich echte Reformen angehen, wird die Generation der heute unter 40-jährigen mit Altersarmut dafür büßen“, zeigt NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker auf. Die Empfehlungen der Kommission machen sichtbar, dass Österreich endlich die steigende Lebenserwartung auch im Pensionssystem abbilden müsse: „Nur ein Pensionsautomatismus garantiert die finanzielle Nachhaltigkeit des heimischen Wohlfahrtsstaates und ein enkelfittes Pensionssystem. Das Konzept einer Flexipension bietet dabei den Menschen die Möglichkeit, den Zeitpunkt ihres Pensionsantritts flexibel zu wählen“, fordert Loacker. Würde das gesetzliche Pensionsalter an die steigende Lebenserwartung geknüpft, könnte die Belastung um 2,3 Prozentpunkte des BIP gegenüber dem Basisszenario (keine Änderungen) gesenkt werden, so auch die EU-Kommission.

Ebenfalls angeprangert werden im aktuellen Länderbericht das niedrige Pensionsalter für Frauen und die langsame Anpassung, die erst 2024 einsetzt und zehn Jahre dauern wird. „Die Regierung nimmt es sehenden Auges in Kauf, dass Frauen durch das frühere gesetzliche Antrittsalter in die Altersarmut schlittern und von Staat und Partner abhängig bleiben“, warnt der NEOS-Sozialsprecher und fordert: „Frauen werden heute noch immer die verdienstreichsten Jahre weggenommen. Ein angeglichenes Frauenpensionsalter trägt dazu bei, Frauen durch längere Erwerbstätigkeit - im selben Umfang wie Männern - mehr Chancen auf beruflichen und finanziellen Aufstieg, und somit höhere Pensionen zu ermöglichen.“ NEOS sind die einzige Partei, denen es ein Anliegen ist, dass sich auch die nächsten Generationen auf das Pensionssystem verlassen können. „Und wir werden mit aller Kraft auch in dieser Legislaturperiode für eine echte Pensionsreform und gegen die Ignoranz der Bundesregierung kämpfen“, versichert Loacker abschließend.

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