JG Wien: STILL FIGHTING für Frauenrechte am Weltfrauentag

Die Junge Generation Wien warnt vor dem Retro-Frauenbild der schwarz-blauen Regierung

Wien (OTS/SPW) - Die Vorsitzende der Jungen Generation Wien (JG-Wien) Katharina Weninger hebt anlässlich des Frauentages hervor, dass sich die JG seit 60 Jahren für Frauenrechte einsetzt und ihre Forderungen stets an die gesellschaftspolitischen Probleme anpasst. „Wir erheben unsere Stimme nicht nur für längst überfällige Forderungen wie Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen, sondern versuchen auch neu aufkommende Probleme aufzuarbeiten und dazu Stellung zu beziehen.“ Anlässlich des internationalen Frauentags zeigt die Junge Generation Wien auf, dass Frauen nach wie vor sowohl finanziell als auch in ihrer Lebensrealität benachteiligt sind. „Mit der neuen Bundesregierung ist ein Retro-Frauenbild in Österreich eingezogen, welches wir mit aller Kraft bekämpfen werden“, betont die Frauensprecherin der Jungen Generation Wien Pia-Maria Wieninger. ****

Unter dem Motto „Still Fighting“ hielt die Junge Generation Wien am Samstag ihre Jahreskonferenz ab. Nicht nur um das rote Wien wird gekämpft, sondern auch um ein modernes, gleichberechtigtes und fortschrittliches Frauenbild. Vor 100 Jahren wurde das Frauenwahlrecht eingeführt. Seit 60 Jahren engagiert sich die Junge Generation in der SPÖ in der Frauenpolitik. Vor 21 Jahren wurde das erste Frauenvolksbegehren durchgeführt. Dennoch liegt der Gender Pay Gap bei durchschnittlich 38 Prozent. "Dennoch stehen an der Spitze von Unternehmen hauptsächlich Männer. Dennoch leiden Frauen an massiven Ungleichbehandlungen", so Weninger. 

Bei der JG-Wien-Konferenz beschlossen die Delegierten einen Antrag zum "Stealthing", in dem gefordert wird, die gesetzlichen Regelungen für strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung auszuweiten. Die Selbstbestimmung und körperliche, sowie seelische Unversehrtheit der Frau sei das wichtigste Gut. Wichtig sei auch die Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft. Rund 8.000 Fälle von Genitalverstümmelung sind in Österreich bekannt und die Dunkelziffer liege deutlich darüber. Jede Form von Gewalt an Frauen sei alarmierend und die Gesellschaft dürfe nicht nur zusehen. „Gewalt an Frauen darf nicht bagatellisiert werden“, so Wieninger. 

Die Junge Generation Wien warnt gerade in Hinblick auf die schwarz-blaue Bundesregierung vor Stillstand oder Rückschritten in der Frauen- und Gleichstellungspolitik. Dass die gesamte Bundesregierung sich geschlossen gegen das Frauenvolksbegehren ausspreche, sei nur ein Beispiel. Unter den Einsparungen und Änderungen des Familienbonus leiden besonders AlleinerzieherInnen und Frauen. Gerade Frauen arbeiten zum einen in Niedriglohnsektoren und zum anderen in Teilzeitjobs. Dies führe dazu, dass Frauen noch leichter in die Armutsfalle gestoßen werden. Das aktuelle schwarz-blaue Regierungsprogramm gehe auch im Bereich des Schwangerschaftsabbruchs in die Vergangenheit, so soll der Zugang erschwert werden. Es zeige sich auch der Trend, dass Frauen in der Gesellschaft und vor allem in der Politik wieder stärker in den Hintergrund gedrängt werden. „Solange Frauen angegriffen werden, nur weil sie sich öffentlich äußern, oder gar nicht ernst genommen werden, nur weil sie Frauen sind, solange werden wir weiter kämpfen“, so die Frauensprecherin der Jungen Generation Wien abschließend. (Schluss) sh

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