Korruption ist immer vermeidbar

Global Compact General Meeting zeigt Strategien der Korruptionsbekämpfung zum Aufbau einer nachhaltigen, integrativen und transparenten Wirtschaft und Gesellschaft.

Wien (OTS) - Wien, 5. März 2018: Das erste diesjährige General Meeting des Global Compact Netzwerkes Österreich befasste sich mit dem Thema Anti-Korruption, welches als zentraler Bestandteil im United Nations Global Compact gilt. 

Korruptionsprävention im Auslandsgeschäft

Produktions- und Lieferprozesse setzen sich immer häufiger über regionale und nationale Grenzen hinweg. Um die Chancen einer modernen globalisierten Wirtschaft allerdings effektiv nutzen zu können, sollten auch potentielle Risiken berücksichtigt werden. Maximilian Burger-Scheidlin, Geschäftsführer von International Chamber of Commerce Austria (ICC Austria), lieferte im Studio 44 der Casinos Austria einen fundierten Überblick über die Auswirkungen von Korruption in Auslandsgeschäften und erläuterte Möglichkeiten zur Prävention von Bestechung, Untreue und weiteren Formen der Korruption. Dazu betonte er: „Mein großes Ziel ist es, letztlich einen praktischen Lösungsansatz zur Reduktion von Korruption zu finden, der zugleich nachhaltig Arbeitsplätze schafft, die Kaufkraft stärkt und Armut reduziert. Bei guter Vorbereitung ist Korruption auch in schwierigen Ländern meist ein vermeidbares Übel“. 

Neue nationale Anti-Korruptionsstrategie

Anschließend begab sich Gunter Schall (Austrian Development Agency) in seiner Rolle als Mitglied im Global Compact Lenkungskreis gemeinsam mit Maximilian Burger-Scheidlin und Martina Koger, Leiterin der Abteilung Prävention, Edukation und internationale Zusammenarbeit im Bundesamt zur Korruptionsprävention und -bekämpfung (BAK), in einen interaktiven Austausch mit dem Publikum. Dabei gingen sie vor allem der Frage nach, mit welchen Herausforderungen Korruptionsbekämpfung in der unternehmerischen Praxis hinsichtlich CSR und Compliance verbunden ist. Zur Frage der rechtlichen Aspekte und der zentralen Stakeholder des Themas verwies Martina Koger auf die neue sektorenübergreifende Anti-Korruptionsstrategie. Diese wurde am 31. Jänner 2018 verabschiedet und bildet die Rahmenbedingung für alle Maßnahmen, die zur Prävention und Bekämpfung von Korruption gesetzt werden. Frau Koger: „Neben der öffentlichen Verwaltung sind auch Akteure der Wirtschaft und Zivilgesellschaft gleichermaßen gefordert, im Sinne der nationalen Anti-Korruptionsstrategie aktiv Maßnahmen und konkrete Programme, die in einem gemeinsam zu erarbeitenden Aktionsplan erfasst und aktualisiert werden, zur Vorbeugung und Bekämpfung von Korruption zu verwirklichen“.

Anti-Korruption und die Sustainable Development Goals (SDGs)

Die 10 Prinzipien des United Nations Global Compact und somit auch Maßnahmen gegen sämtliche Arten der Korruption bilden das Fundament zur Erreichung der Sustainable Development Goals. Das Global Compact Netzwerk Österreich hat bereits 2016 eine SDG Strategie ins Leben gerufen und nutzte das General Meeting als Kick Off für fünf SDG Teams, die das zentrale Element dieser Strategie darstellen. Gemeinsames Ziel ist es, die Entwicklung von Innovationen sowie die Beiträge zu den SDGs durch österreichische Unternehmen voranzutreiben. 

Das Global Compact Netzwerk Österreich

Der Global Compact der Vereinten Nationen ist die weltweit größte Initiative zu Corporate Social Responsibility (CSR) und nachhaltiger Entwicklung. Die Vision der weltumspannenden Bewegung aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft: Die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. Die nationale Koordinierungsstelle des Global Compact in Österreich ist respACT- austrian business council for sustainable development. Das Netzwerk umfasst mehr als 100 Teilnehmer und ist Ansprechpartner für Fragen zu den 10 Prinzipien und den 17 UN Sustainable Development Goals.

Weiterführende Links:

www.globalcompact.at
www.respact.at

Rückfragen & Kontakt:

Carina Hauptmann, MSc
Global Compact Netzwerk Österreich
Wiedner Hauptstraße 24/11, 1040 Wien
Tel. +43-1-7101077-13
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